Au revoir, Lyon! - Schüleraustausch Leipzig-Lyon 2015, Teil 2

Da wir zum Beginn des Schüleraustausches in Lyon schon die Bekanntschaft mit langem, peinlichen Schweigen gemacht hatten, fürchteten manche, dass sich das nicht ändern würde, doch da wir die Franzosen nun viel besser kannten, blieb diese Frage unbegründet. Im Gegenteil: es sollten 8 vergnügliche Tage werden......

Nachdem wir das abendliche Abendessen verdaut und unsere müden Körpern sich erholt hatten, starteten wir am Freitag voll in den Schüleraustausch, indem uns das Thema verkündet wurde:     LEIPZIG IN (WEIHNACHTS-)KONTRASTEN ERLEBEN

Fünf verschiedene Gruppen, jede mit einem besonderen Unterthema belegt, sollten am nächsten Freitag ihr Ergebnis präsentieren. Die Klasse gliederte sich in:

  • die LVZ-Gruppe, die Kontraste in der LVZ mit Hilfe von Lichtgraffiti darstellen sollte,
  • die Leipzig/Berlin-Gruppe,
  • die MDR-Gruppe, die einen Kontraste-Film schuf,
  • die Eislaufen-Gruppe
  • und die Weihnachtsbalsteln-Gruppe, die dasselbe tat wie die LVZ-Gruppe

Nachdem die Franzosen ein wenig dem deutschen Unterricht gelauscht und das Schulhaus erkundet hatten (sie waren sehr angetan vom Unterricht, denn in Frankreich endet  die Schule erst 17.00!), folgte das Mittagessen. Viel Zeit zum Ausruhen gab es allerdings nicht, denn der Zeitplan rief und wir zeigten unseren französischen Freunden unsere Stadt, die sie "säär schönn" fanden. Mit diesem Abschluss ging jedes Austauschpaar seiner Wege und freute sich auf's Wochenende.

Die darauffolgende Woche zeigte sich in gutem Wetter und hatte viele Höhepunkte zu bieten, wie zum Beispiel eine Besichtigungstour des MDR's (wer wollte, konnte ein paar schöne Erinnerungsfotos mit verschiedenen Schauspielern oder Moderatoren schießen), oder eine Fahrt nach Berlin, wo wir die Berliner Mauer, die Hackeschen Höfe und vieles mehr besichtigt haben. Das Brandenburger Tor sorgte für den krönenden Abschluss. Eine rutschige Angelegenheit war das Schlittschuhlaufen in Taucha, was Allen viel Spaß gemacht hat.

Konzentration mussten wir am letzten Tag beweisen, als die Ergebnisse der Gruppen erst bearbeitet und dann präsentiert werden mussten. Vor Allem die Filmgruppen lösten einiges Gelächter  aus. Danach beendeten wir den Schüleraustausch mit einer Tanzstunde. Der Sonntag kam immer näher, und nach dem Samstag war er dann da. Es hieß "Auf Wiedersehen" zu sagen und die Franzosen entflogen nach Lyon, mit einem Umweg über Dijon.

Klasse 9.1

Mein Lyon-Austausch

Vom 4. November bis zum 14. waren meine Klasse (9.1) und ich in Lyon. Wir sind mit der Bahn an einem Mittwoch morgen losgefahren und spät Abends in Lyon angekommen. Unsere Austauschschüler haben dort vor dem Bahnhof schon auf uns gewartet. Da 3 Schüler aus unserer Klasse, inklusive mir, Austauschschüler hatten, die auf dem Internat wohnten, haben wir den Bus zur Schule genommen, nachdem alle anderen von ihren Gastfamilien abgeholt wurden.

Den Abend haben wir im Internat verbracht, was genau neben der Schule lag. Dort war alles ziemlich streng und geordnet. Morgens wurden wir früh von lauter Musik, die 20 Minuten lang durch das gesamte Haus tönte, geweckt. Erst gegen halb 10 durften wir dann wieder unsere Schlafräume betreten und uns fertig fürs Bett machen. Vorher mussten die französischen Schüler ihre Hausaufgaben erledigen, was nach dem Schulschluss um 17 Uhr noch mal etwa 4 Stunden gedauert hat. Auch in der darauffolgenden Woche haben wir sehr wenig Zeit mit unseren Austauschschülern verbracht, da sie ständig im Unterricht sein mussten. Diesen durften wir dann aber auch einmal miterleben. So wurden wir an diesem Tag in kleinere Gruppen aufgeteilt und in die Klassen unserer Austauschschüler verteilt. Ich fand diesen Tag interessant, jedoch auch anstrengend und langweilig, da alles auf französisch war und ziemlich schnell ging.

Die anderen Tage haben wir meistens damit verbracht uns die Stadt näher anzugucken. Wir haben viele Stadttouren gemacht und auch diese waren überwiegend auf französisch und manchmal sehr anstrengend. Ich persönlich mochte Lyon sehr. Ich mochte die beiden Hügel der Stadt und die zwei breiten Flüsse. Am schönsten sahen sie Abends aus, wenn wir mit dem Bus über die Brücken gefahren sind und die Lichter der Stadt sich auf dem Wasser gespiegelt haben. Wir haben auch die Kathedrale de Fourviere auf dem Hügel der Stadt, die Hallen von Paul Bocuse und die Oper besichtigt. Letzteres war sehr modern und neu, ganz anders als zum Beispiel die Oper in Leipzig, trotzdem war sie in einer gewissen Weise schön und ich mochte den Tag, als wir sie angeschaut haben. Einer der besten Tage für mich war auch der Tag, an dem wir Theater gespielt haben. Dies war der einzige Tag an dem wir alle etwas gemeinsam unternommen haben. Also die Franzosen und wir. Es war schön, da wir alle zusammen waren und coole witzige Spiele gespielt haben und selbst kleine Stücke entwerfen durften.

Da wir 10 Tage in Frankreich waren, haben wir auch ein Wochenende dort verbracht. Ich bin an diesen zwei Tagen in eine andere Stadt gefahren, zu dem Onkel meiner Austauschschülerin. Ihre Eltern lebten zu weit weg und im Internat konnten wir nicht bleiben, also verbrachten wir das Wochenende in Saint Etienne. Ich war ziemlich aufgeregt vor dem Wochenende, da ich keine Ahnung hatte, was mich erwartet. Ich kannte die Familie nicht und musste zwei Tage mit ausschließlich Franzosen verbringen. Am Ende stellte sich jedoch heraus, dass alles viel einfacher und schöner war, als ich zuerst dachte. Die Familie war total nett und herzlich und ich habe mich wirklich wohl gefühlt.
Insgesamt habe ich die Zeit in Lyon sehr genossen. Ich habe neue Leute in dem Internat kennengelernt, viele interessante und lustige Tage gehabt und auch eine neue Stadt gesehen. Ich denke auch mein Französisch konnte ich in Frankreich verbessern. Alles in einem war der Austausch eine große Erfahrung für mich und ich denke gern daran zurück.

Nach etwa 3 Wochen wieder in Deutschland, sind die Schüler aus Lyon dann zu uns nach Leipzig gekommen. Hier war alles etwas anders, als in Frankreich, da auch unsere Klasse in dieser Zeit vom Unterricht befreit war und wir so viele Sachen mit unseren Austauschschülern unternehmen konnten. Wir waren Eislaufen, haben die Zeitungsdruckerei der LVZ und den MDR besichtigt, und haben natürlich Leipzig erkundet.

Da die Franzosen vom 3. bis zum 13. Dezember hier waren, war in der Stadt Weihnachtsmarkt und auch sonst drehte sich ziemlich viel in den 10 Tagen um Weihnachten.

An einem Tag haben wir einen Tagesausflug nach Berlin gemacht. Das war sehr schön, da wir viel Freizeit hatten, etwas allein herum laufen durften und ansonsten auch viel der Stadt gesehen haben. Leider war an diesem Tag schlechtes Wetter und es hat Anfangs viel geregnet, jedoch denke ich fanden alle am Ende diesen Tag besonders.

Unseren letzten gemeinsamen Tag haben wir zusammen in der 'Villa' verbracht. Das ist ein Haus, in dem man jeden mögliche Art von Fototechnik ausprobieren kann. Auch dort waren wir wieder in kleineren Gruppen und mussten jeweils an unseren Projekten arbeiten und die am Ende bei einer großen Präsentation vorstellen. Danach haben wir, zum Abschluss quasi, getanzt. Das war eigentlich ziemlich cool!

Auch die Zeit in Leipzig war, denke ich, sehr aufschlussreich. Wir haben viel voneinander gelernt und womöglich haben manche von uns neue Freunde gefunden. Ich habe mich mit meiner Austauschschülerin zwar verstanden, jedoch hatten wir nicht das beste Verhältnis zueinander.

Trotzdem hat mich der Austausch einen Schritt weiter gebracht und ich habe viel gelernt, nicht nur über die Sprache und das Land, sondern auch über mich.
Ich freue mich, dieses Jahr so etwas erlebt zu haben und neue Erfahrungen gesammelt zu haben.

Nele Reiners, 9.1

29. Juni 2015

Schüleraustausch Lyon – Leipzig, Teil 2

Vorfreude, Neugierde. Anspannung, Ungeduld.

Die Aufregung steigt, als wir, die Klasse 9.1, uns im TGV dem Bahnhof von Lyon nähern.

Der lang ersehnte zweite Teil unseres Schüleraustausches mit der Institution des Chartreux steht bevor. Die nächsten neun Tage werden wir im wunderschönen Lyon verbringen.

Das Wiedersehen mit unseren französischen Freunden am Mittwochabend, dem 27.05., vor dem Bahnhof „Part-Dieu“ verläuft wie erwartet: Glückliche Gesichter, wo man hinschaut. Voller Freude werden die Deutschen in Empfang genommen. Dann geht es auch gleich mit den Austauschpartnern nach Hause - man hat sich ja so viel zu erzählen - oder ins Internat der Schule, denn einige  werden in den nächsten Tagen dort untergebracht sein. (Jene Erfahrung im Internat war für einige Segen, für die meisten jedoch wohl eher Fluch. Mehr sei nicht gesagt.)

Am nächsten Morgen geht es dann richtig los: Nach einem kleinen Frühstück und offiziellem Empfang seitens unserer Partnerschule erhalten wir eine Führung über das Gelände der Chartreux, welches verwinkelter und unübersichtlicher kaum sein kann. Glücklicherweise bleiben wir außer insgesamt drei Unterrichtsstunden an zwei Tagen vom Schulleben verschont, im Gegensatz zu unseren Austauschschülern. Diese müssen, bis auf eine, zwei Ausnahmen, auch während unseres Austauschs jeden Tag bis 17h in den Unterricht gehen.

Wir Deutsche nutzen diese Zeit dann lieber doch, um Lyon zu entdecken und zu erkunden. Immer begleitet von unzähligen Aufgaben und Fragen, durch die wir die Stadt angeblich noch besser kennenlernen sollen, besichtigen wir u.a. „Vieux-Lyon“, die Altstadt, mit der Kathedrale Saint Jean, und Fourvière, die große Basilika, die sich auf einem Hügel befindet und eines der Markenzeichen Lyons ist. Außerdem durchqueren wir, begleitet von einer Stadtführerin, die traboules (Passagen und Treppen, die Straßen miteinander verbinden und es früher u.a. den Seidenwebern von Lyon ermöglichten, ihre Seide trocken zu transportieren), besichtigen das bekannte Viertel Croix-Rousse mit einem großen Markt und haben natürlich immer noch Zeit, in der wir uns selbstständig in der Stadt bewegen dürfen. Immer dabei: Sonnenschein, strahlend blauer Himmel und Temperaturen bis um die 30°C. Die „Gefahr“ war groß, irgendwann den Fakt zu vergessen, dass wir ja zum Schüleraustausch nach Frankreich gefahren sind, und nicht, um Urlaub zu machen. Es lag doch nah beieinander.

Was wir jedoch nicht vergessen haben, ist das eigentliche Haupt-Thema, unter dem unser Austausch steht: la communication - die Kommunikation.

Unter diesem Motto spielen wir, ähnlich wie bereits in Leipzig, im Rahmen eines Theater-Workshops Spiele, bei denen Kommunikation aller Art zwischen deutschen und französischen Partnern unumgehbar ist. Außerdem erarbeiten wir Szenen, manche selbst ausgedacht, andere improvisiert, die nächsten wiederum bereits durch Textvorlage vorgegeben, die wir am Ende des Tages vor allen präsentieren.

Dies war ein wahrer Erfolg: Es sind wirklich tolle Stücke und Szenen dabei herausgekommen, an denen nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer Gefallen gefunden haben.

Abgerundet wird unsere Zeit in Lyon mit einem tollen letzten Tag: Erst besichtigen wir (nur die Deutschen) eine Chocolaterie, in der natürlich auch genascht und gekauft wird. Am Nachmittag, nach der Wiedervereinigung mit unseren französischen Freunden, geht es dann in den Park Tête d’Or, wo wir alle zusammen Tretboot fahren, das letzten Endes in einer großen Wasserschlacht auf dem See endet.

Einige lassen den Tag dann noch in einer gemütlichen Runde im Park ausklingen, bevor es am nächsten Morgen wieder heißt…

… Au revoir!

Doch eine Sache würde bei dieser Verabschiedung, im Vergleich zum März, anders sein: Dieses Au revoir gilt vorerst für immer.

Aber natürlich wollen wir in Kontakt bleiben, denn viele haben in ihren Austauschpartnern/-partnerinnen neue Freunde gefunden. Und diese Freundschaften gilt es nun zu pflegen! Also, à bientôt!

Alles in allem war dieser Schüleraustausch geprägt durch schöne Erlebnisse, lustige Momente und interessante, neue Erfahrungen.

Und wenn es auch hin und wieder nicht so gute Ereignisse gab, wird er uns doch positiv in Erinnerung bleiben. Er wird geradezu unvergesslich sein.

15. April 2015

Leipzig-Lyon, Schüleraustausch 2015

Reclam – Les Chartreux 

06.03.2015 etwa 20:10 Uhr

Unsere Klasse sammelt sich am Goethesteig, ziemlich laut, ziemlich aufgeregt und ziemlich ängstlich. Wer oder was da gleich aus diesen grünen Flix-Bussen steigen wird, bestimmt den Ablauf der nächsten 10 Tage, davon 4 Tage unserer Freizeit. Jedes Mal, wenn ein Bus anhält, bewegt sich die Schülertraube unsicher in seine Richtung, um bald zu erkennen, dass die aussteigenden Rentnergruppen wohl nicht unsere Austauschschüler sein werden.

Irgendwann kommen dann aber doch  französische Jugendliche aus einem der Gefährte gestiegen und sofort beginnen wir mit der Zuordnung. Nach einem eher schüchternen „Hallo“ und der Verabschiedung von dem einen oder anderen zerstreut sich der Haufen schnell.
Gleich am Samstagmorgen findet die erste offizielle Veranstaltung statt: Eine Art Begrüßungsfrühstück in der Schule und die Vorstellung des Themas. Also heißt es, auch wenn es schwerfällt, aufstehen und ab in die Schule, und das am Wochenende!!!
Hier erfahren wir, dass die nächsten Tage unter der Überschrift „Kommunikation“ gestaltet werden sollen. Aber nicht nur das: Verschiedene Gruppen, bestehend aus Deutschen und zugehörigen Franzosen, arbeiten an verschiedenen Unterthemen der Kommunikation, die da heißen:

1)   „Die Sprache des Gesichtes“

2)    „Man kann nicht nicht kommunizieren“

3)    „Männliche und weibliche Kommunikation“

4)    „Missverständnisse der Kommunikation“

Über die Woche verteilt sollen wir zu unserem Thema Aufnahmen, Ideen und Fakten sammeln, die wir dann am Freitag in der VILLA zu einer kleinen Präsentation verarbeiten werden. Nachdem jede Gruppe ihr Thema zum eindeutig am schwersten umsetzbaren Thema gekürt hat und aus jeder Gruppe ein Auserwählter eine kleine Kamera erhalten hat, wird der Rest des Wochenendes zur freien Verfügung gestellt.
Natürlich haben wir uns alle bemüht, Samstag und Sonntag so zu organisieren, dass unsere französischen Freunde die Stadt Leipzig sehen, aber auch mit ihren Kameraden zusammen sind. Einige von uns befürchten nämlich, dass zu zweit peinliche Stille entstehen könnte...Was sich bereits am ersten Tag als völliger Quatsch herausstellt. Die Franzosen sind nicht nur aufgeschlossen, sondern unterscheiden sich abgesehen von Wohnort und Sprache nicht viel von uns.

Unter der Woche wird weiter am Thema gearbeitet: ob mit Theater-„Unterricht“ der besonderen Art (Verständigung mit Mimik uns Gestik, sogenannte nonverbale Kommunikation) am Dienstag, einem Tag in Dresden am Donnerstag oder das von unseren Lehren als „sportliche Kommunikation“ getarnte Klettern im Kletterturm Mockau am Mittwoch- unsere Aktivitäten sind alles andere als langweilig. Nach ein paar verhältnismäßig entspannten Tagen holt uns aber am Freitag der Alltag wieder ein: Plötzlich müssen wir einen französischen Text über das Erlebte schreiben, und dass kurz nachdem wir all unsere Energie in die Kommunikations-Projekte gesteckt haben!

Nachdem diese Hürde überwunden ist und unsere Präsentationen für Applaus und gemeinsames Gelächter gesorgt haben, rückt das zweite Wochenende und somit auch der Abschied näher. So stehen wir nach zwei letzten Tagen wieder hier, unausgeschlafen und traurig über die Abreise unserer neu gewonnenen Freunde. Es fällt schwer, „au revoir“

zu sagen, auch wenn einige Worte die triste Stimmung zumindest ein bisschen aufhellen: „Au revoir, jusqu'au mois de mai!“ 

Madita Mönch und Julia Wegner, Klasse 9.1

Leipzig - Lyon 2014: Rückblick

Der in Leipzig stattfindende erste Teil des Schüleraustauschs Leipzig-Lyon stand unter dem Thema: „Leipzig – eine grüne Stadt am Wasser“. Das Wochenende war den Aktivitäten in der Familie vorbehalten, so dass noch keine thematischen Programmpunkte stattfanden.

 

Samstag, 22.3. und Sonntag, 23.3.

Es war Samstagabend 18.30 Uhr. Alle Schüler der Klasse 9.1. hatten sich versammelt und erwarteten aufgeregt ihre Austauschschüler aus Lyon. Dann ging alles ganz schnell und  die Austauschpartner begrüßten sich. Meine Familie, meine Austauschschülerin und ich sind erst einmal nach Hause gefahren, dort zeigte ich ihr ihr "zu Hause" für die kommenden neun Tage. Anschließend waren wir gemeinsam in einem Restaurant essen und haben uns besser kennengelernt.

 Am Sonntagmorgen gab es ein leckeres "typisch deutsches" Frühstück. Danach machten wir uns auf den Weg zu einer der schönsten Sehenswürdigkeiten in Leipzig, dem Zoo. Dieser zählt zu den artenreichsten Europas und hat auch meine Gastschülerin begeistert. Nach dem 3-stündigen Besuch zwischen Affen und Giraffen sind wir in das Stadtzentrum gegangen um ein Eis zu essen. Wohlgenährt mit dicken Plattfüßen haben wir uns zu Hause entspannt und "aufgehübscht" und anschließend trennten wir uns. Für mich ging es ins Theater zu "Nathan dem Weisen" und für meine französische Gastschülerin mit ihren Freunden auf den "Uni Riesen". Als wir alle wieder zusammen waren, ließen wir den Abend im Kreis der Familie mit Pizza und ein paar Gesellschaftsspielen ausklingen.

A.M.

 

Montag, 24.3.

Das eigentliche Programm begann am Montag mit der Begrüßung durch die Schulleiterin, einen Rundgang durch das Schulgebäude und einer bilingualen Geographiestunde, in der die Austauschschüler einen Einblick in die Geographie Sachsens und Deutschlands bekamen. Anschließend gingen die Schüler in gemischten Kleingruppen durch die Leipziger Innenstadt um auf einer selbstgewählten Route die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Orte, die im Bezug zum Thema „Wasser“ stehen, zu besichtigen. Eine thematische Wanderung durch den Leipziger Auwald mit Ziel Schulbiologiezentrum bildete den Abschluss dieses ersten Tages.

 

Unser erster Tag begann 8:00 Uhr mit der Begrüßung unserer Schulleiterin. Bevor es für unsere Austauschschüler mit verschiedenen Unterrichtsfächern weiterging, haben wir unser Schulgelände, also Schulhaus, Hof und Sporthalle gezeigt. Für das folgende Frühstück hatte jeder aus unserer Klasse etwas mitgebracht. Nachdem wir ungefähr eine halbe Stunde gegessen hatten, teilten wir uns in zwei Gruppen und nahmen gemeinsam am bilingualen Unterricht Geographie teil. Nach dem Mittagessen in unserer Mensa, haben wir unseren Austauschpartnern selbst ausgewählte Orte in der Innenstadt gezeigt. Vorher hatten wir uns intensiv im Unterricht mit diesen Orten beschäftigt, die entweder für uns persönlich etwas Besonderes waren oder eine  berühmte Sehenswürdigkeit darstellten. Der letzte Punkt des Tages war ein Bärlauch- Picknick im Schulbiologiezentrum. Woher kommt der Name Bärlauch, war eine Frage, die wir an diesem Tag beantwortet haben. Als es in Leipzig noch Bären gab, aßen sie nach dem Winterschlaf Tonnen dieser Pflanzen. Wie besonders unser Auenwald ist, haben wir heute ebenfalls gelernt. Auf dem Weg zu diesem Schulbiologiezentrum  haben wir verschiedene Stopps im Clarapark gemacht, um ein paar lustige Fotos zu schießen, die wir am Ende des Austauschs zu einer Fotocollage bearbeiten können um eine schöne Erinnerung zu haben.

M.B.

 

Dienstag, 25.3.

Thematische Schwerpunkte an diesem Tag waren Kunst und Musik (immer unter dem Blickpunkt Wasser) sowie eine Führung durch Plagwitz mit besonderer Beachtung des Karl-Heine-Kanals. Ebenfalls passend zum Thema Wasser wurde der (von Schülern ausgewählte) Film „Life of Pi“ im Lurukino gezeigt.

 

Unser Tag begann mit dem Stundenklingeln, also 8:00 Uhr, in 2 Musikzimmern. Eine Gruppe machte Unterricht bei Herrn Hölzel und die andere und bei Herrn Zürner. Um unserem großen Thema "Wasser" gerecht zu werden, hörten und analysierten wir das Stück "Die Moldau" von Smetana und hatten sehr viel Spaß dabei. Nach der ersten Unterrichtsstunde machten wir uns - wieder aufgeteilt auf zwei Gruppen - auf den Weg in die Kunstzimmer von Frau Eckert und Frau Hunger, wo wir gemeinsam Wasserbilder malten. Im Keramikworkshop von Frau Bringezu und Frau Koehler lernten wir z.B. Boote und Fische aus Ton zu modellieren.

Ebenso entstanden zwei Reliefs mit Wassermotiven, davon eins für die Schule in Lyon und eins für das Reclamgymnasium. Die Gemeinschaft von Franzosen und Deutschen war immer besonders lustig.

 

Nach einer langen Mittagspause zogen wir los Richtung Plagwitz. Leider mussten wir uns für diesen weg wegen eines Krankheitsfalls eines Stadtführers von unseren Austauschschülern trennen. Nach einer Führung durch den Leipziger Westen bei kaltem Regenwetter trafen wir uns wieder im LURU-Kino um unseren Tag mit dem Film "Life of Pi" abzurunden.

A.K.

 

Mittwoch, 26.3.

Hauptaufgabe am Mittwoch war die Erkundung des Neuseenlandes mit Blick auf die Braunkohleförderung und die sich daraus ergebenden Veränderungen der Landschaft.

 

Am Vormittag des Tages wurden wir im Bus durch das Neuseenland im Leipziger Umkreis geführt. Die Tour begann um 8:00 Uhr.

Uns und unseren Austauschschülern wurde die Geschichte verschiedener Orte vermittelt und wir wurden auch über einige Missstände, wie z.B. das Schicksal von Kahnsdorf, das der Kohle zum Opfer fallen soll, aufgeklärt. Wir besuchten die Orte Deutzen, Podelwitz, Kahnsdorf, auch das Kraftwerk Lippendorf haben wir besichtigt. Auf dem Kraftwerkgrundstück befand sich eine Kantine, in der wir unser Mittagessen einnahmen. Den Nachmittag gestalteten wir am Störmthaler See. Das Thema: "Sport- und Spaßbausteine am Störmthaler See". Uns erwarteten viele Stationen auf dem 4 Hektar großen Grundstück, wie z.B. Bogenschießen, Axtwerfen, Waldlauf Spezial (Wiesenlatschen) oder "Lauf der Kästen". Jeder Schüler hat diese Aktionen sportlich geschickt, mit Teamgeist und auch erfolgreich getätigt. Den gemeinsamen Tag haben wir daher erschöpft doch dennoch glücklich und zufrieden abgeschlossen.

D.W.

 

Donnerstag, 27.3.

 

Eine Exkursion nach Dresden bot sich in zweifacher Hinsicht an: zum einen konnten die Gäste so die Landeshauptstadt kennenlernen, zum anderen wurden alle Schüler auf die Hochwasserproblematik an der Elbe aufmerksam gemacht. Auf dem Hochwasserlehrpfad lösten sie Aufgaben, die sich mit dem Hochwasser 2002 und dessen Konsequenzen für die Stadtarchitektur befassten.

 

Am Donnerstag haben wir uns wie am Tag zuvor um acht Uhr auf dem Parkplatz vor der Schule getroffen, wo schon der Bus bereitstand, um uns nach Dresden zu bringen. Als wir nach zwei Stunden Fahrt in der historischen Stadt ankamen waren wir, und vor allem unsere Austauschschüler, von den schönen Bauwerken, deren Architektur aus unterschiedlichsten Epochen stammt, begeistert. Zwei Stadtführerinnen erwarteten uns vor dem Zwinger und wir starteten eine Stadtrallye durch Dresden um die Stadt ein wenig näher zu entdecken. Wir waren in Teams eingeteilt und hatten Aufgaben, bei deren Lösung wir einige wichtige Sehenswürdigkeiten Dresdens besichtigen konnten. So sollten wir zum Beispiel den Wasserstand der Elbe herausfinden, die Bedeutung des Zwingerteichs erfragen oder einen alten Brunnen im Residenzschloss finden. Zum Schluss wurden die Arbeitsblätter ausgewertet und Preise verteilt. Unsere Gruppe war zwar die schnellste, doch leider hatten wir einige Fragen falsch beantwortet und so wurden wir nur Zweiter.

Anschließend hatten wir Zeit uns auszuruhen, etwas zu essen oder ein wenig im Stadtzentrum spazieren zu gehen.

Als letzten Tagespunkt hatten wir den Hochwasserlehrpfad an der Elbe zu erkunden. Hierfür hatten wir ebenfalls ein Arbeitsblatt zu lösen. Die Fragen waren teilweise auf Deutsch und auf Französisch gestellt, so dass wir auf unsere Austauschschüler angewiesen waren. Die Antworten konnten wir auf den Lehrtafeln ablesen, die auf der Route aufgestellt waren. So haben wir einige Dinge über das Hochwasser gelernt, zum Beispiel, dass ab einem Wasserstand von 7 Metern die höchste Alarmstufe (Alarmstufe 4) gilt, oder dass es außer Deichen noch viele weitere Hochwasserschutzmaßnahmen gibt.

Die Lösung der Aufgaben dauerte allerdings nicht so lang wie geplant und so blieb und noch ein bisschen Freizeit die wir gemeinsam verbrachten.

Um fünf Uhr kam unser Bus und wir fuhren zurück nach Leipzig. Alles in allem war es ein sehr schöner und auch lehrreicher Tag. Auch das Wetter war im Gegensatz zu den vorherigen Tagen viel besser.

M.B.

 

Freitag, 28.3.

Der letzte Tag des Schüleraustauschs diente der Dokumentation und der kreativen Verarbeitung. Die Schüler gestalteten Collagen und kurze Filme, in denen sie ihre Eindrücke, Erlebnisse und Erkenntnisgewinne verarbeiteten.

Am Freitag haben wir uns um 9.00 Uhr alle in der Jugendkulturwerkstatt "Jojo" getroffen.

 Dort haben wir die ganzen Fotos, Videos  die wir privat oder auch als Tagesaufgaben gemacht haben entweder in eine Collage, einen kurzen Film, oder eine Fotopräsentation verarbeitet Immer in 4rer Gruppen haben wir die lustigen und beeindruckenden Bilder zusammengeschnitten oder bearbeitet.

 Nach einer Pause wurden dann um 14:00 Uhr alle Abschlussaufgaben vorgestellt dadurch kamen alle schönen Erinnerungen über die ganze Woche nochmal hervor.

 Um 15.00 Uhr endete schließlich der Tag im Jugendkulturwerkstatt " Jojo " Am Montag bekam dann noch jeder Schüler eine selbstgestaltete CD mit der jeweiligen Abschlussarbeit darauf.

L.S.

 

Samstag, 29.3 und Sonntag, 30.3.

Auch das zweite Wochenende des Austauschs war den Aktivitäten in der Familie vorbehalten.

Den Samstag haben wir ruhig gestartet und erstmal gemütlich gefrühstückt. Danach habe ich ein bisschen gelernt und Shannon (meine Austauschschülerin) hat Zeitung gelesen. Kurz nach Mittag sind wir in die Stadt gegangen,  um ein bisschen einzukaufen und die anderen aus meiner Klasse zu treffen. Nach einem kleinen Mittagssnack sind wir alle zusammen in den Clarapark gelaufen und haben uns auf die Sachsenbrücke gesetzt. Manchmal kam jemand dazu oder verabschiedete sich. Am späteren Nachmittag haben die Franzosen sich noch ein kleines "Mitbringsel" im Konsum gekauft und ich bin mit Shannon nach Hause gefahren. Nach dem Abendessen ist meine Familie noch in die Oper gegangen und danach waren wir noch kurz im Pilot (Café).

 

Am Sonntag haben wir erstmal richtig ausgeschlafen und uns von dem langen aber schönen Samstag ausgeruht. Kurz vor Mittag hat meine Familie einen kleinen Spaziergang zum Bachmuseum gemacht. Auf dem Weg dorthin haben wir Shannon die wichtigsten Orte und Denkmäler gezeigt. Danach waren wir kurz im Bachmuseum. Ein großes Mittagessen gab es dann im Café Grundmann. Dort haben wir ein typisches deutsches Schnitzel gegessen. Am Nachmittag trafen wir den Rest der Klasse am Völkerschlachtdenkmal. Mit einem leckeren Abendessen ging für uns zwei der letzte Tag in Leipzig zu Ende. Trotz großer Trauer freue ich mich schon sehr auf die Reise nach Lyon.

A. K.

Lyon 2011