Gefängnisseelsorger im Religionsunterricht

Vor zwei Wochen ist Bruder Knapp aus dem Orden der kleinen Brüder aus Grünau zu uns in den Religionsunterricht gekommen.

Er ist Gefängnis Seelsorger im Leipziger Gefängnis. Bruder Knapp hat uns viel über seine Arbeit und das Leben dort erzählt. Er teilt sich die Arbeit mit einem evangelischen Kollegen. Er hat uns vor Augen geführt, dass die Menschen dort auch nur Menschen sind und man sie auch so sehen und behandeln muss, denn sonst kann man keine Beziehung entwickeln. Viele von ihnen wissen nicht, was ein Pfarrer ist. Wenn sie einen Antrag schreiben, um mit ihm zu reden, schreiben sie statt Pfarrer zum Beispiel Pharao oder Fahrer oder sonst noch etwas. Die Menschen dort mögen ihn, denn sie wissen, dass er ihnen helfen will und dass sie offen mit ihm reden können, dass er keine Interesse daran hat, sie zu überwachen, sondern ihnen zu helfen mit ihrer Schuld zu leben. Er und sein Kollege feiern Gottesdienste mit den Insassen und sie teilen sich Gruppen, wo sie zum Beispiel kochen oder die Bibel lesen und besprechen.

Ich glaube, dass er einen sehr wichtigen Job macht und wir seinem Beispiel  folgen sollten. Es klingt vielleicht einfach aber es ist nicht leicht die Insassen immer noch als normale Menschen zu betrachten und ihnen zu helfen, wenn man weiß was sie getan haben und das bewundere ich an Herrn Knapp.

Marie Oshima, Klasse 7.1

KREUZWEGtag 2017

Wir hatten ein Plakat aufgehängt

hINRIchtung
  INRIchtung
Auferstehung

und darüber zum ökumenischen Kreuzwegtag gesprochen, dass Jesus hingerichtet wurde. Und, dass auch heute Menschen hingerichtet werden. Zum Beispiel durch uns, wenn wir ungerecht urteilen, vorschnelle Entscheidungen treffen, Existenzen vernichten, uns unmenschlich benehmen.

Wir haben in die Richtung des Jesus von Nazareth geschaut, der ein Mensch war, der nicht ständig jammerte, der dauernd über das Böse in der Welt klagte. Er nahm das Leben, so wie es sich darbot. Er hatte keine Angst vor den Opfern, die jedes wirklich engagiert gelebte Leben notwendigerweise mit sich bringt: Einsamkeit, Verfolgung, Unverständnis, Verleumdung. Er lebte das Leben als ein Geschenk des Menschen an andere Menschen.

Weltweit feiern Christen an Ostern die Auferstehung. Wenn sie an diese glauben, dann hat das Konsequenzen für ihr Leben und Handeln. Wer hoffen kann, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, der kann für andere da sein und mit ihnen Leben teilen.

Allen ein gutes Osterfest!

L. Förtsch 6.4.2017

Die Kreuzwegbilder sind in der Karwoche im Haus B, 1. Etage zu sehen.

9. November 2016 in Leipzig Stolpersteine putzen und Friedensgebet

Mein Religionskurs 12 wollte der Progromnacht in ihrer Heimatstadt gedenken. Dies haben wir getan, obwohl unser Stolperstein in der Lisztstraße als wir ankamen, bereits geputzt war. Nun aber ist er wieder sichtbar für alle, die z.B in die Uniklinik laufen.

Die Schülerinnen hatten einen Text und Kerzen mitgebracht. Es war ein stilles Gedenken.

Unser Unterrichtsthema „Warum lässt Gott Leid und das Böse zu“ spiegelte sich im Friedensgebet wieder. Die die wollten, konnten noch am Gedenkmarsch zur Gottschedstraße teilnehmen. Die größte Leipziger Synagoge, der „Tempel“ wurde dort vor 68 Jahren zerstört.  Warum hat dies Gott zugelassen? Wir können diese Frage nicht vollständig beantworten.

Lioba Förtsch 9.11.16

Buddhismus und Mediation

Besuch bei Schwester Susanne

Wir, die katholische Religionsklasse der Stufe 10, waren letzten Dienstag bei einer Ordensschwester. Wir waren da auch und es war sehr toll. Die Ordensschwester hieß Susanne  und war eine sehr nette Frau. Es hat uns allen sehr gefallen. Sie erklärte uns, aus was ihre Arbeit besteht und was sie so machen muss. Ihre Arbeit ist sehr ruhig, da es um Meditation geht und man den ruhigen Geist spüren muss. Sie erklärte uns, wie man richtig meditiert, welche Meditationsstellungen es gibt.

Dann waren wir an der Reihe um selbst einmal 25 Minuten zu meditieren. Das war ganz schön sehr hart. Vor allem am Anfang fiel es uns sehr schwer uns zu konzentrieren, aber konzentrierten uns. Viele musste sich lange besinnen um ein Gefühl dafür zu bekommen, um sich zu konzentrieren. Aber als wir einmal drin waren, fiel es uns nicht mehr ganz so schwer uns zu konzentrieren. Wir konzentrierten uns so gut es ging und das  war sehr hart da wir uns noch nie so hart konzentrierten. Bei so viel konzentrieren, bemerkten wir nicht wie schnell die Zeit verging.

Vielen hat es sehr gefallen und Spaß gemacht sich so schön zu konzentrieren. Schuster Susanne fragte uns wie es uns gefallen hat 25 Minuten nichts zu tun in der Stellung. Wir erzählten wie wir uns gefühlt hatten und wie es uns so ergangen ist, weil das sehr wichtig ist das mal mit den anderen zu teilen und die Meinung von anderen zu hören. Dann verabschiedeten wir uns sehr höflich von Schwester Susanne alle zusammen und sagten ihr nochmal wie schön es war zu meditieren und Ruhe zu haben, auch wenn viele unruhig waren, in den 25 Minuten. Das war unsere schöner Besuch bei  der netten Schwester Susanne. Es hat Spaß gemacht.

David und Dorian

Rückblick Meditation (02.06.2016)

Der Raum der Stille war ein sehr mysteriöses Erlebnis. Nach einer ausführlichen Erklärung kamen die komischsten 20 Minuten meines Lebens. So lange in einem Raum zu sitzen und Ruhe zu bewahren ist nichts für mich. Ich versuchte mich auf verschiedene Dinge zu konzentrieren, um andere Personen nicht zu nerven. Am liebsten wäre ich aufgestanden und gegangen, aber ich wollte nicht aufgeben. Letztendlich habe ich daraus gelernt, dass ich lieber in Saus und Braus lebe, als sich mit Stille auseinander zu setzen. Vielleicht werde ich mich als Erwachsener nochmal auf so ein Erlebnis einlassen, aber in den nächsten Jahren höre ich zur Entspannung eher ein wenig Musik. Nichtsdestotrotz waren die einleitenden Worte und die Tipps von Schwester Susanne sehr hilfreich und ich konnte mich gut in die Welt der Meditation begeben, obwohl ich diese Tipps nicht umsetzen konnte, da mir die Stille nicht liegt.

Danke für diese Erkenntnis,
Raphael Hedrich, Miriam Arena
Klasse 10.3

Liebes Tagebuch,

heute waren wir in zwei Kirchen, in der Nikolaikirche und in der Probsteikirche. Zuerst waren wir in der Nikolaikirche, dies ist eine evangelische Kirche. Ich fand es sehr interessant den Altar auch mal aus der Nähe betrachten zu dürfen. Der Pfarrer erklärte uns alles um die Nikolaikirche.

Danach machten wir ein kleines Picknick und die nette Frau Förtsch hat uns sehr leckeres russisches Brot gekauft, dies fande ich sehr nett von ihr.

Während des Picknicks erledigten wir ein Aufgabenblatt zum Thema Unterschiede und Gemeinsamkeiten der katholischen und evangelischen Kirche.

Ein wenig später gingen wir in die Probsteikirche diese Kirche war atemberaubend. Ich fande es auch sehr interessant wie die Architekten das Problem mit dem Beichtstuhl gelöst hatten. Ich finde dass alle Katholischen Kirchen schön aussehen aber die Probsteikirche ist mit Abstand die schönste von allen. Probst Gregor Giele informierte uns umfassend über katholische Kirchen, ich fand ihn sehr sympathisch.

Nach der Führung durch die Probsteikirche verabschiedeten wir uns. Heute war einer der schönsten Schultage seit langen.Danke Frau Förtsch für diesen tollen und informativen Tag.

Exkursion

Meine Klasse und ich machten mit unsere Ethiklehrerin Frau Förtsch eine Exkursion. Zuerst gingen wir 11.30 Uhr zur Haltestelle und fuhren mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Wir liefen zur Nikolaikirche. Dort warteten wir noch ein paar Minuten. Dann kam der Pfarrer Stief der uns die evangelische Kirche vorstellte. Er erklärte uns viele Sachen und wir durften Fragen stellen. Mir gefiel die Kirche sehr gut. Danach gingen wir in Richtung Leuschnerplatz. Auf der Wiese am Leuschner hielten wir und machten ein Picknick. Alle hatten etwas zu essen mit. Es war mega schönes Wetter. Nach der Pause gingen wir in die Probstei – Kirche. Probst Giele war auch sehr nett und erzählte und zeigte uns viel. Doch diese Kirche hat mir nicht so gut gefallen, aber ich fand das Kreuz sehr schön. Was ich auch interessant fand, waren die drei Öle (für die Taufe, für die Weihe und für die Krankensalbung). Danach haben wir auf dem Innenhof der katholischen Kirche noch unser Arbeitsblatt, was wir bei dem Picknick bekommen hatten, zuende ausgefüllt und abgegeben. Danach durften wir nach Hause gehen.

Ich fand den Tag sehr schön, da es mir gefallen hat und ich fiel gelernt habe.

Mathilde

In 90 Minuten 81 Jahre miterleben

Josef Aaron, ein 81­jähriger Holocaust­Überlebender, der seine Erfahrungen jedoch noch so lebhaft darstellen kann, dass jeder von uns sich zumindest so, wie es möglich ist, ausmalen konnte, wie diese furchtbaren Zeiten für ihn gewesen sein müssen. Während seine zwei begleitenden Freunde ihn als einen sehr herzlichen Menschen vorstellten, ging er zunächst nicht darauf ein und schien wie in einer anderen Welt zu sein. Als er dann zu erzählen begann, wurde uns langsam bewusst, mit welchen Erinnerungen er sich tagtäglich auseinandersetzen muss. So schilderte er, wie sein Vater in den ersten Kriegsjahren dessen Frau mit elf Kindern allein zurückließ. Somit sah sich die Mutter gezwungen den sehr jungen Josef mit einer Schwester und einem Bruder nach Frankreich in eine jüdisches Kinderheim zu bringen. Nur dem verdanken sie, dass sie als einzige der elf Kinder den Zweiten Weltkrieg überlebt haben.

Doch mit dieser Trennung von der Mutter war auch die Zeit vorbei, in der Josef einfach Kind sein konnte, da seine Geschwister und er nun auf sich allein gestellt waren. Auch in Frankreich waren sie nicht sicher, sodass sie letztendlich auch in Konzentrationslager kamen und dort voneinander getrennt wurden, unter extremen Bedingungen arbeiten mussten und gefoltert wurden. Ein tief verwurzelter Lebenswillen zeichnete Josef aus, was man Situationen wie der folgenden sehen kann: Da SS­Aufseher darauf aufmerksam geworden war, dass der damals sechsjährige Junge eine rohe Kartoffel gefunden hatte und diese mit den anderen teilen wollte, wurde er damit bestraft, dass ihm die Zehennägel ausgerissen wurden. Als er wieder gehen durfte, halfen ihm ältere Mithäftlinge die Füße zu versorgen, während er vor Schmerz schreien und weinen wollte. Schnell wurde ihm geraten, keinerlei Schwäche zu zeigen und gleich wieder arbeiten zu gehen, damit man ihn nicht wegbringt. Ich wüsste nicht, ob ich in dieser Situation fähig gewesen wäre, mich trotz der Qual stillschweigend für das Leben zu entscheiden. Durch seinen Lebensmut konnte er die Zeit im KZ überleben und letztendlich nach Israel fliehen, wo er noch heute lebt. Anfangs war es für ihn allerdings sehr schwierig wieder im Leben Fuß zu fassen, da er Analphabet und tief traumatisiert war. Doch Gott half ihm in dieser ausweglosen Situation und prägte sein Leben durch ein Wunder. Von einer Minute auf die andere hatte er wieder Vertrauen in sich, wagte auf Menschen zuzugehen und konnte plötzlich wie durch Gottes Hand schreiben, lesen und sechs Sprachen sprechen. So konnte er sein Leben wieder in den Griff kriegen und jahrelang als Kellner arbeiten. Nun im Rentenalter begann er über seine Lebensgeschichte zu erzählen, so wie er es auch bei uns getan hat.

Josef Aaron schaffte es innerhalb weniger Minuten uns auf diese grausame Vergangenheit sehr vieler Menschen auf berührende Art und Weise aufmerksam zu machen und regte uns an tiefgründig darüber nachzudenken. Insgesamt fanden wir seinen Charakter sehr bemerkenswert und aber auch, dass er Deutschland vom Herzen verzeihen konnte und uns sogar wie seine Enkelkinder betrachtete, dies rührte uns alle sehr.

Auch wenn er nicht mehr der jüngste ist, hat er noch viel in seinem Leben vor, wie zum Beispiel ein Besuch am Grabe seiner Tante, auf dem auch der Name seiner Mutter steht, sowie eine Ballettvorstellung zu sehen und einmal in seinem Leben mit der Kanzlerin Angela Merkel zu reden, wobei er sogar schon einen Termin mit ihr hat. Aber sein sehnlichster Wunsch, den er uns mit Tränen in den Augen, mitteilte, ist, dass seine große Schwester über ihr Trauma noch hinweg kommt und wieder glücklich wird.

Elisa und Lucie

Besuch von Joseph Aaron

Letzten Donnerstag kam der ehemalige KZ­Häftling Joseph Aaron zu Besuch, um uns von seiner schrecklichen Vergangenheit zu erzählen. Seine Geschichte ist sehr traurig und emotional. Schon von klein an waren die Erlebnisse die er uns berichtete sehr bewegend. Er wuchs damals in einer sehr großen Familie auf und hatte zehn Geschwister. Sein Vater hat seine Familie schon früh verlassen, was einen sehr berührt, da nun die Mutter auf sich allein gestellt ist.

Schon dies ist für die meisten unvorstellbar. Der Vater ist heimlich gegangen und man ist ganz alleine. Joseph wurde damals mit einer Schwester und einen Bruder ausgewählt um nach Frankreich zu fliehen. Der Rest der Familie blieb in Frankfurt. Alleine als kleiner Junge. Seine Familie sah er nie wieder und wird er auch nicht. In Frankreich lebte er mit seinen Geschwistern zunächst in einem jüdischen Kinderheim. Doch eines Tages kamen eine Gruppe von SS-Soldaten und nahmen sie mit. Sie wurden in Züge getrieben und dann folgte eine dreitägige Zugfahrt. Sie waren im Arbeitslager Belgen­ Belsen angekommen und wurden gleich wie Vieh behandelt. Joseph Aaron konnte sich glücklicherweise relativ gut an die neuen Zustände gewöhnen. Er wusste, was er tun musste um am Leben zu bleiben. Jeden Tag musste man zeigen das man noch weiter machen kann, dass man noch stark ist und zur Arbeit bereit.

Es war oftmals eine Qual. Schon etwas mehr Essen zu besitzen wurde hart bestraft. Die Unmenschlichkeit damals ist heute kaum nachvollziehbar. Doch die richtige Hölle ging erst noch los. Die Häftlinge wurden eingeteilt, in die Arbeitsfähigen und die die es nicht waren und somit Vergast wurden. Doch Joseph Aaron wurde nicht davon betroffen und zur Seite genommen, zusammen mit 5 anderen Jungen. 3 Jahre lang wurde er wie der letzte Dreck behandelt. Man gab ihm wenig zu Essen und der Schlafplatz war hart, jeden Tag gab es Prügel und man wurde vergewaltigt. Eine schlimme Zeit, mit schlimmen Erinnerungen. Unvorstellbar für uns, heute. Doch auch als er befreit wollte half man ihm nur sehr gering. Denn ohne Schulausbildung konnte man nicht viel anfangen, in dieser Welt. Er fand nach mehreren Nächten in einem Park einen anderen Juden in Jerusalem der ihm half und ihn in ein Café nahm. Dort geschah etwas sehr geistiges. Gott sprach zu ihm und half Joseph. Er brachte ihm alles bei was Herr Aaron brauchte, in einigen Sekunden. So bekam Joseph den Job im Café als Kellner.

Diese Geschichte ist sehr bewegend da man sieht wie wichtig der Glauben sein kann. Man sollte nie aufhören an Gott zu glauben nur weil man einmal eine schlechte Zeit hat. Denn er wird kommen und helfen. So half er auch Joseph Aaron. Eine sehr traurige und inspirierenden Geschichte bei der jeder etwas für sich mitnehmen kann.

David und Dorian

Mein erster Besuch der Leipziger Synagoge

Heute wollten wir in die Leipziger Synagoge gehen. Ich war bisher schon in ziemlich vielen Kirchen, aber noch nie in einer Synagoge.

Zuerst sind wir mit der Straßenbahn gefahren, dann um drei Häuserblöcke gelaufen. Schon waren wir da. Von außen sah die Synagoge eher wie ein normales Wohnhaus mit schönen Fenstern aus. Wir klingelten und der Rabbiner öffnete uns die Tür. Er war etwa um die 50 Jahre alt. Seinen Kopf bedeckte eine schwarze Kippa. Seine Brille war etwas größer als normale Brillen. Seine Augen erschienen durch die Brille ziemlich groß.

Wir gingen in die Synagoge hinein. Sie war innen mit Orange und Blau, meinen Lieblingsfarben gestrichen. An der Decke war ganz oft der Davidsstern gemalt. Ich hatte mir die Synagoge irgendwie mehr mit Gold und mehr Schmuck vorgestellt. Wir setzten uns und der Rabbiner erzählte uns etwas über die Synagoge. Danach durften wir ihm noch Fragen stellen. Zum Schluss zeigte er noch eine Thorarolle. Sie war sehr prunkvoll und hatte Glöckchen und Kronen als Schmuck.

Danach war unsere Zeit um. Wir fuhren wieder mit der Straßenbahn zurück zur Schule. Der Besuch war sehr interessant. Ich finde es schön, dass wir im Religionsunterricht solche Ausflüge unternehmen.

Von Franziska Goder 5.2.


Am 15. Dezember 2015 ist die Religionsgruppe der 5. Klassen mit der Lehrerin Frau Förtsch in die Synagoge in Leipzig gegangen. Synagoge ist das jüdische Gotteshaus. Ich selbst bin katholisch und weiß nicht viel über die jüdische Religion, bis auf das, was wir im Unterricht schon hatten.

Der Besuch der Synagoge hat mir sehr gut gefallen, weil man viel über das Judentum erfahren hat. Zum Beispiel, dass die Thora (die heilige Schrift der Juden) 50 Meter lang ist und dass Männer und Frauen nicht zusammensitzen oder dass die Menora (der bekannte Kerzenständer) sieben oder auch neun Arme haben kann.

Von außen  sieht die Synagoge Leipzig wie ganz normales Wohnhaus aus, aber innen ist sie wunderschön. Es ist ein großer Raum, der reichhaltig bunt verziert ist. 

Noemi Raue 5.1 


Die Schüler der Katholischen Religion Klasse 5 gingen am zur Synagoge Leipzig. Sie ist die einzige Synagoge in Leipzig, die nach dem 2.Weltkrieg geblieben ist. Als wir angekommen sind hat ein Mitglied der Synagoge uns die Tür geöffnet.
Er hat erklärt, dass die Frauen von den Männern getrennt sitzen müssen. Wir aber durften zusammen sitzen. Dann erzählte der Mann uns etwas über die
Synagoge, ihre Mitglieder und ihr Aussehen. Er sagte, dass die Synagoge nach dem  Krieg nur geblieben ist, weil sie zwischen Wohnhäusern gebaut wurde.

Etwas später durften wir Fragen stellen. Doch das Tollste kam zum Schluss. Uns wurde die Tora gezeigt. Sie war sehr groß und wunderschön! Die Rolle war mit einem Mantel aus rotem Samt und viel Gold geschmückt. Ganz oben auf ihr saß eine Krone. Der Ausflug war SUPER!!!

Schalom, Marlene

Norbert Göbel zu Gast am Reclam Gymnasium

Im Rahmen des Ethikunterrichts in den 12. Klassen beschäfigte sich unser Kurs mit Frau Förtsch in den letzten Wochen intensiv mit den Themen „Recht und Gerechtigkeit“. Wir hörten Vorträge von Mitschülern an und diskutierten über aktuelle Beispiele und was wir unter Recht bzw. Gerechtigkeit verstehen.

Dank Frau Förtsch bot sich uns aber vergangenen Mittwoch, dem 12. Februar eine ganz besondere Möglichkeit:  Norbert Göbel, Jugendrichter am Amtsgericht Leipzig, besuchte unseren Unterricht! Mit 33 Jahren Berufserfahrung hatten wir es hier mit einem echten Profi zutun.

Mit seiner lockeren und unbefangenen Art brachte er uns das Thema „Recht“ näher, erzählte uns von einigen Fällen der letzten Jahre und beantwortete unsere Fragen.

Desweiteren erfuhren wir wie es während einer Verhandlung abläuft, ab wann er verurteilen darf und wie man beispielsweise ein Kind als Zeugen vernimmt.
Humorvoll, sachlich und ehrlich hat uns Herr Göbel somit Einblick in die spannende Arbeit eines Richters gegeben. Wir sagen Danke für diesen interessanten Nachmittag!

Anne Wihan, 12 D1