Chemie Leistungskurs im Schuljahr 2016/17

Dieses Jahr hat sich wieder ein Chemieleistungskurs an unserer Schule zusammengefunden, was doch eine Besonderheit darstellt. Männliche Unterstützung bekommen wir zehn Reclamschüler/Großteils Reclamschülerinnen vom Humboldtgymnasium. Als ein achtzehn Mann und Frau starker Kurs werden wir die nächsten zwei Jahre bis zum Abitur zusammen lernen, lachen und hoffentlich viel experimentieren. Dabei wird uns Frau Baranski begleiten und uns viel Unbekanntes näherbringen.

Das Schuljahr schreitet schnell voran und so wir auch im Lehrstoff. „Stoffe - von der Vielfalt zur Ordnung“ und „Redoxreaktionen“ heißen die Lernbereiche, die hinter uns liegen und damit viele neue Begriffe wie Orbitalmodelle, Elektronenkonfiguration, Oxidationszahlen und korrespondierende Redoxpaare. Mittlerweile sind sie uns nicht mehr fremd und gehören für fünf Stunden in der Woche zu unserem allgemeinen Sprachgebrauch. Auch Experimente dürfen gerade im Chemie Leistungskurs nicht fehlen. Und so ließen wir schon die Funken fliegen und das Eisen glühen, als wir unser erstes Experiment zu Redoxreaktionen, das aluminothermische Schweißen, durchführten.

Vier Lernbereiche und ein Schuljahr liegen bis zum Abitur noch vor uns, welches unseres gemeinsames Ziel ist.

Um ein Resümee zu ziehen, ist es wohl noch nach drei Monaten Oberstufe ein bisschen früh, aber ich kann sagen, dass wir uns alle gut im Kurssystem zurrechtgefunden und orientiert haben. Der Chemieleistungskurs stellt dabei mit eine der größten Veränderungen in unseren Schulalltag dar, und soweit ich das bewerten kann, eine positive.

P.-J. Mayer

ExperiNat 2016

In diesem Jahr haben Schüler unseres Gymnasiums wieder an dem naturwissenschaftlichen Wettbewerb Experinat teilgenommen, sogar mit Erfolg.

Wir sind mit 2 Teams aus 10 Schülern der Klassenstufen 9 und 10 in den Wettbewerb gestartet (Teamnamen: Reclamoxid und Naturstoffexperten).

Bei der Eröffnungsfeier am 01.03.2016 wurden wir mit dem Wettbewerb vertraut gemacht. Dass jeder Teilnehmer zwei Module der fünf Module (Elektrotechnik; Chemie und Umwelt; Optik; Technische Informatik; Energie) besetzt, wussten wir schon im Voraus. Jedes Modul ging von ca. 8.00 Uhr bis ca. 15.00 Uhr. Es gab immer einen theoretischen Teil und einen praktischen Teil, in denen man Punkte sammeln konnte.

Meine Module waren Optik und Technische Informatik. Es war interessant und spannend. Die praktische Hälfte, wie ich finde, war immer die bessere und man ist in den Kontakt mit seinen „Modulpartnern“ der anderen Schulen gekommen. Bei Informatik haben wir z. B. eine Binäruhr gelötet und viel Spaß zusammen gehabt. 

Am 12.04.2016 hat die Siegerehrung stattgefunden. Die Glaskuppel der LVZ war komplett mit Schülern und Lehrern gefüllt und es gab kleine Platzkämpfe. Natürlich waren wir (auch wenn wir als „Sprachschulen-Schüler“ nicht daran glaubten, etwas zu gewinnen) aufgeregt. Umso mehr waren wir überrascht, als Paula Meyer, aus dem Team der Naturstoffexperten, für den 3. Platz der Einzelpreise aufgerufen wurde. Sie hat ein Jahres-Abo der Zeitschrift „GEO“ gewonnen.

Wir waren total begeistert, dass eine Schülerin aus unseren Reihen ein Platz gewonnen hatte und somit kann ich nur sagen: Probiert es aus, wenn ihr die Möglichkeit habt, daran teilzunehmen. Es macht viel Spaß und man lernt nette, neue Freunde kennen.

Isa, Klasse 9/2

Teilnahme am Wettbewerb „BELL – Prix“ für Nachwuchsforscherinnen

Unsere Schülerin Antonia Berger hat in den Schuljahren 2014/2015 und
2015/ 2016 an einer Besonderen Lernleistung (BELL) zum Thema:
„Analyse von Bahnverbindungen von Neuronen im auditiven Hirnstamm mittels histologischer und immunhistochemischer Verfahren“ gearbeitet.

Diese Arbeit hat Antonia im Februar 2016 an der TU Chemnitz eingereicht. Am 14. März 2016 wurde sie dann zur Preisverleihung nach Chemnitz in das Museum Gunzenhauser eingeladen.

Es war eine schöne Veranstaltung, bei der Antonia auch die anderen Teilnehmerinnen aus Sachsen kennenlernen durfte und erfahren hat, welche Themen diese jungen Frauen bearbeitet und als BELL eingereicht haben. Außerdem gab es interessante Fachgespräche mit Wissenschaftlerinnen aus dem naturwissenschaftlichen Bereich.

Die TU Chemnitz veranstaltete nun schon zum dritten Mal den Wettbewerb  „BELL-Prix“ für Nachwuchsforscherinnen speziell für Schülerinnen in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Informatik. Vielen Dank!

H. Baranski

Chemievorlesung von Professor Beyer: Die Metalle

Am 26.2.2016 machten sich alle 7. Klassen und die Klasse 10.1  auf den Weg zur Fakultät für Chemie der Universität Leipzig, denn dort sollte eine Vorlesung über Metalle gehalten werden.

Diese Vorlesung ging eine Stunde (von 12-13 Uhr) und wurde von Herr Professor Beyer und zwei weiteren Chemikern (Frau Altmann und Herrn Lindemann) durchgeführt. Zuerst zeigte Herr Prof. Beyer uns das Periodensystem und thematisierte nochmal Leicht-und Schwermetalle, Edel-Halb-und Nichtmetalle, sowie die 7 Metalle der Antike. 

Danach  führten Frau Altmann und Herr Lindemann verschiedene Experimente vor, während Herr Prof. Beyer die Vorlesung weiter hielt und die Experimente erklärte. Insgesamt waren es 28 Experimente.

Das erste Experiment war die Eiserne Putzwolle, die abgebrannt wurde, was, wie alle Experimente auch, begeisterten Beifall der Zuhörer auslöste. Besonders beliebt waren z. B. das Quecksilberherz, das Döbereiner Feuerzeug, das Blitzlichtpulver, und vor allem die Knallgas-Reaktion.

Zwischendurch wurden verschiedene Gegenstände aus den jeweiligen Metallen vorgestellt, wie zum Beispiel ein Kupferteller, den Herr Prof. Beyer auf einem Tisch platziert hatte und hochhielt, so dass es möglichst alle Sitzreihen sehen konnten.

Insgesamt wurden Experimente zu  Eisen, Kupfer, Zinn, Quecksilber, Gold, Silber, Platin, Natrium und Aluminium vorgestellt.
Dann führte Herr Lindemann zum Abschluss, das Experiment der Magnesiumsonne durch, die aus Magnesiumspänen und Trockeneis besteht. Am Schluss übergab Herr Prof. Beyer seinen beiden Gehilfen, Frau Altmann und Herr Lindeman,  noch Bücher, als Dank für die Hilfe bei Vorbereitung und Durchführung der Vorlesung inklusive der Experimente.

Insgesamt war es eine sehr interessante und begeisternde Vorlesung, die bei fast allen Schülern sehr gut ankam.

Henrike und Oceana, Klasse 7.4

Ausflug der Klasse 10.1 in die Universität im Fach Chemie am 09.10.2015

Der letzte Schultag vor den Herbstferien sollte für mich und meine Klasse noch ein Abenteuer bereithalten.

Wir trafen uns 8.00 Uhr, um gemeinsam mit unserer Chemielehrerin Frau Baranski eine Exkursion in die Universität Leipzig, die sich in unmittelbarer Nähe unserer Schule befindet, zu unternehmen.

Als schließlich die gesamte Klasse 10.1 beisammen war, begrüßte uns ein Mann, der sich als Herr Bierbach vorstellte und uns den Tag begleiten sollte. Wir folgten ihn in ein Zimmer, das mich an einen gewöhnlichen Klassenraum mit Tafel, Tischen, Stühlen und Polylux erinnerte.

Wir setzten uns und er stellte uns weitere Personen vor, die an der Universität im Fachbereich Chemie tätig sind und uns den Tag über helfen sollten.

Zuerst bekamen wir einen Test, damit man unseren Wissensstand feststellen konnte, um danach von dem Thema zu erfahren, dass heute den Mittelpunkt darstellen sollte: „Chemisches Gleichgewicht“.

Herr Bierbach erzählte uns von sogenannten „Seeengeln“, die vom Aussterben bedroht sind, da ihre einzige Nahrung aus Schnecken besteht.

Diese besitzen Kalkschale, und da durch die Menschen CO2 in die Ozeane gelangt, bis in ihre Heimat, das Polarmeer, löst sich diese Kalkschale auf. Wir sollten allerlei Experimente dazu durchführen, und so gingen wir in einen großen Raum, der gefüllt war mit allem, was sich ein Chemiker nur wünscht.
Es gab um die 8 lange Stehtische, die man von beiden Seiten nutzen konnte.
Für uns war schon alles für vier Experimente vorbereitet, mit den dazugehörigen Materialien und Anleitungen. Wir verteilten uns und führten in Partnerarbeit die Experimente durch.

In den verschieden Stationen sollten wir Fragen beantworten:

  • „Ist Kalk in Wasser komplett unlöslich?“,
  • „Was passiert, wenn man Kalk mit Kohlenstoffdioxid versetzt?“,
  • „Warum sind die kalkbildenden Organismen besonders im Polarmeer durch die Erhöhung der Kohlensttoffdioxidkonzentration in der Luft gefährdet?“ und
  • „Ist Mineralwasser immer gleich Mineralwasser?“.Es war sehr interessant und der Vorteil der guten Ausstattung war gegeben.

Nach 1½ Stunden, als jeder alle Versuche gemeistert hatte, gingen wir wieder in den Raum. Wir verglichen unsere Bemerkungen und besprachen gemeinsam die Auswertung.

Wir hatten mit verschiedenen Experimenten bewiesen, dass es den Seeengel tatsächlich bald nicht mehr geben würde, wenn der Mensch weiterhin so mit Abgasen umgeht.

Dadurch, dass die Temperatur im Polarmeer niedrig ist, gelingt es sogar schneller, den Kalk der Schnecken zu zersetzten, aus dem die Nahrungsgrundlage unseres Seeengels besteht.

Am Ende schrieben wir noch einen Abschlusstest, um beweisen zu können, dass wir etwas gelernt hatten.

Ich könnte sicher einige Reaktionsgleichungen anhängen, jedoch glaube ich, dass das die Anzahl der Leser auf Anhieb reduzieren würde, jedoch Frau Baranski mächtig stolz wäre.

Vor allem bei mir, die im Fach Chemie keine besonders guten Noten vorzuweisen hat.

Jedoch sind gerade solche Ausflüge auch für Schüler wichtig, deren Stärken woanders liegen, um gewisse Prozesse zu verstehen.

So war es ein sehr gelungener Tag, vor allem nachdem wir noch ein Abschlussspiel mit Herr Bierbach, dem ein besonderer Dank gilt, spielen durften.
Meiner Meinung nach, sind solche Exkursionen wichtig, damit man sich Wissen auch selbstständig aneignen kann und durch dieses eigenständige Praktizieren zu einem besseren Verständnis gelangt.

Und um noch einmal die Chemie in diesem Artikel zu erwähnen:

2 C2H5I + 2 Na -> C2H5-C2H5 +  NaI

Für alle, die gut Chemie können: Es befindet sich ein Fehler in der Gleichung! Findest du ihn?

Alisa Tippmann

Chemiewettbewerb Chemkids im Schuljahr 2014/15

Wir gratulieren ganz herzlich der Schülerin Lisa Marleen Allisat aus der
Klasse 7/4, die erfolgreich an der Herbst- und an der Frühjahrsrunde des Experimentalwettbewerbs Chemkids  teilgenommen hat.

Lisa Marleen war eine von 163 Siebtklässlern, die an diesen beiden Hausaufgabenrunden des Wettbewerbs teilgenommen haben. Nicht nur das: sie stellte ihren Mitschülern innerhalb des Chemieunterrichts diesen Wettbewerb auch vor und informierte diese auch darüber, was sie durch die Experimente herausgefunden hat.

Herzlichen Glückwunsch, Lisa!!

H. Baranski

Chemikids: Experimentalwettbewerb der Klassenstufen 4 bis 8 in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, und Thüringen

Chemieolympiade 2015

Am  25.03.15 war es wieder Zeit für „Chemie die stimmt“ an der TU Dresden. Zu diesem Chemiewettbewerb hatte ich mich durch das Bestehen der ersten Runde qualifiziert.

Pünktlich um 8:45 Uhr stand ich am Bahnhof um meinen Zug nach Dresden zu bekommen. Nach einer entspannten Anreise konnte ich den Wettbewerbsort und die anderen Teilnehmer kennenlernen. Viele der anderen schauten sich im Voraus nochmal ihre Aufzeichnungen aus dem Chemieunterricht an. Da meine Nervosität immer weiter stieg, war ich froh als man verkündete, dass es in 15 Minuten losgehen sollte.

Nach einer ersten Durchsicht der Aufgaben begann das konzentrierte Durcharbeiten der Aufgaben, was sich als ziemlich schwer herausstellte. Es folgten 2 Stunden mit dem Ausgleichen chemischer Reaktionsgleichungen, Erklärungen schreiben und Stoffen ihren Namen zuzuordnen. Um die Kräfte wieder herzustellen, folgte ein Mittagessen in der Mensa der TU. Als auch dieser Tagespunkt beendet war, fanden sich alle wieder in dem Vorlesungsraum ein, um einem Experimentalvortrag über das Thema „Feuer, Licht und Farbe“ zu lauschen. In dieser Zeit wurden nebenan die Aufgaben, von den mitgereisten Lehrern, kontrolliert. Vor dem bekann geben der Ergebnisse war die Spannung im Raum deutlich zu spüren.

Leider belegte ich keinen der ersten 6 Plätze, dennoch war der Tag sehr fordernd wie auch lehrreich.

Maurice Kappelmeyer

Wasserdampfdestillation in der chemischen Fakultät der Universität Leipzig

Der Chemieleistungskurs der 12. Klasse hatte am 13. Oktober 2014 in Begleitung von Frau Baranski erneut die Möglichkeit die chemische Fakultät der Universität Leipzig genauer kennen zu lernen.

Diesmal haben wir jedoch nicht den großen Experimentalhörsaal betreten, sondern durften einen privaten Rundgang von Herrn Prof. Sicker genießen, welchen wir bereits aus der Schülerpräsentation am 4. April 2014 „die Wunderwelt der Gase“ kannten.

Kurz nach 8 Uhr betrat unser Kurs Zimmer 008, um etwas über die Wasserdampfdestillation zu lernen. Wir wurden von brodelnden Flüssigkeiten in großen, runden Kolben erwartet. Behältnisse mit geruchsintensiven Stoffen, wie Wacholderbeere, Anissamen, Fenchel und Apfelsinenschalen wanderten von Schülerhand zu Schülerhand. All diese Stoffe können zur Wasserdampfdestillation verwendet werden.

Wir haben das Experiment zum einen mit geraspelter Sternanis und zum anderen mit Zimtrinde durchgeführt. Die Stücke dieser Naturstoffe befanden sich im kochenden Wasser in einem abgedichteten Kolben. Vom Hals des Kolbens ging ein schmales Röhrchen ab, in welchem die die Wege des Wasserdampfs deutlich erkennbar waren.

Das faszinierende an diesem Experiment ist, dass das Wasser in Dampfform flüchtige Geruchskomponenten der Sternanis mit sich führt. Dieses Gemisch wird in einem Gefäß am Ende des Röhrchens gesammelt. Das Endprodukt hatte einen bezaubernden, charakteristischen Geruch.

Das Verfahren der Wasserdampfdestillation wird schon seit sehr viele Jahren zur Geruchsstoff- und Parfumherstellung genutzt.

Im weiteren Verlauf des Vormittags hatte unser Chemiekurs die Möglichkeit weitere Räumlichkeiten de Universität, wie das Studentenlabor, zu bestaunen. Bei dieser Gelegenheit versorgte uns Herr Prof. Sicker mit hilfreichen Tipps und Tricks zum Chemiestudium in Sachsen.

Hiermit bedankt sich der gesamte Chemieleistungskurs der Klasse 12 ganz herzlich bei Herrn. Prof. Sicker und Frau Baranski, dass Sie uns dieses Erlebnis ermöglicht haben.

Josephine Schuster, Oktober 2014

Fächerverbindender Unterricht - Chemie

Chemie - als Kind denkt man da an verrückte bunte Flüssigkeiten in langen Röhren, laute Knalle und Explosionen. Kommt man in die Schule und hat Chemie merkt man: die Wahrheit ist nicht ganz so bunt und explosiv - erstmal lernt man die Theorie, dass kann hin und wieder echt eintönig sein. Dass man diese Grundlagen allerdings tatsächlich irgendwann auch mal anwenden kann und so dem großen Chemie-Traum etwas näher kommt, haben wir im Fächerverbindenden Unterricht der 11. Klasse gemerkt. Bei Frau Goecke erlebten wir einen Tag lang, was man mit unserem bisherigen Wissen alles so anstellen kann.

Von Experimenten wie dem "Gewitter im Reagenzglas" bis hin zur "wachsenden Wurst" war alles dabei was das Chemielehrer-Herz höher schlagen lässt. Und langsam schlugen auch unsere Herzen ein bisschen höher, denn die faszinierenden Versuche bekommt man im Unterricht so nie zu sehen. In Gruppen aufgeteilt bearbeiteten wir die Experimente. Aus Emser Pastillen  und ein paar Chemikalien wuchs auf einmal eine pechschwarze Schlange, die nicht mehr aufhören wollte in die Höhe zu steigen. Wie ein "Phönix aus der Asche" sozusagen. Eine Andere Gruppe stellte das so genannte Blitzlicht her, welches man früher in der Fotografie als Belichtung einsetzte.

Hier hieß es: Sicherheitsabstand und "Blickkontakt" vermeiden, denn die Helligkeit des Lichts war enorm. Auch die "wachsende Wurst" erregte enorme Aufmerksamkeit. Aus Zucker und Schwefelsäure entstand zunächst eine Karamel-ähnliche Substanz, die sich dann mehr und mehr schwarz färbte und schließlich aus dem Becherglas empor wuchs. Auch Gummibärchen, Schuhcreme und Schwarzpulver wurden an diesem Tag genauer unter die Lupe genommen. Wen jetzt die Neugier gepackt hat, dem raten wir: wählt den naturwissenschaftlichen FVU, denn bei Frau Goecke gibt's ne Menge zu entdecken!

Oyuna  ch2

Experimente aus der Wunderwelt der Gase

der Leistungskurs Chemie 2013/14 der Klasse 11 besucht eine Vorlesung an der Leipziger Fakultät für Chemie und Mineralogie


Wir, der Leistungskurs Chemie, waren heute am 4.April 2014 mit unserer Chemielehrerin Frau Baranski zu einer Vorlesung von Herrn Prof. Sicker und Frau Dipl. Ing. Altmann über Experimente aus der Wunderwelt der Gase an der Leipziger Fakultät für Chemie.
10.30 Uhr saßen wir mit vielen anderen Klassen in dem großen Experimentalhörsaal und waren gespannt darauf, was uns erwartet.
Vom Wasserstoff über Biosauerstoff bis hin zu Lachgas und Stickstoffdioxid waren sehr viele Gase mit dabei, die uns Herr Prof. Sicker vorstellte und mit ihnen Experimente durchführte.
Sehr aufregend war die Verbrennung von Schwefel zu Schwefeloxid mit einer blassblauen Flamme.
Mit reinem Sauerstoff, welcher verbrennungsfördernd ist, wurde aus der blassblauen Flamme eine grell-leuchtend blaue Flamme.
Eine große Flamme sprühte außerdem, als Frau Altmann ein Watte-Stück in flüssigen Sauerstoff tauchte und dann angezündet hat.
Auch das Gas Ozon wurde uns vorgestellt, welches die Oxidation eines Edelmetalls wie beispielsweise Silber möglich macht. Das Silber schwärzt sich und es entsteht schwarzes Silberoxid.
Eine wirklich spektakuläre Reaktion war auch die Magnesiumsonne. Dabei reagiert Magnesium mit Kohlenstoffdioxid zu Magnesiumoxid, Kohlenstoff, Licht und Hitze.
Die Fotos, die Frau Baranski während der Vorlesung machte, halten viele Reaktionen fest.
Wahnsinnig schöne Eindrücke und Bilder werden uns dank der Vorstellung sicherlich im Gedächtnis bleiben. Mit Humor aufgelockert hat uns Herr Prof. Sicker alles professionell und trotzdem verständlich erklärt.
Es hat sich wirklich gelohnt!!

Michelle Roxana König

Chemie - Olympiade

Am Dienstag, den 18.03.2014, trafen wir uns mit Frau Baranski 8:45 Uhr am Leipziger Hauptbahnhof am Gleis 19. Um, für mich das zweite Mal, in die Technische Universität Dresden zu fahren, wo die zweite Runde der Chemie Olympiade "Chemie - die stimmt!" stattfinden sollte. Als wir uns gefunden hatten, stiegen wir auch gleich in den Zug ein,  kurz darauf fuhr dieser auch los.

Nach 1 1/2 Stunden kamen wir in Dresden, am Hauptbahnhof, an, der Fußmarsch von 30 Minuten zur TU Dresden war schnell geschafft. Dort angekommen, wurde nach Schokoladentieren der entsprechende Platz für die jeweiligen Klassenstufen gesucht. Hier lag bereits Verpflegung für jeden. Nach kurzem Warten ging es auch gleich los. Die Aufgaben wurden rasch ausgeteilt und alle begannen zu grübeln.

Zwei Stunden vergingen und die ersten Teilnehmer begannen abzugeben. Das folgende Mittagessen war sehr lecker. Es gab Pizza, Nudeln oder eine Frikadelle mit Kartoffelsalat. Kurz darauf sahen und hörten wir einen Vortrag von einem Professor für anorganische Chemie "Feuer, Flammen und Farben" mit vielen lautstarken und farbenfrohen Experimenten. Sein Lieblingselement war Phosphor und er mochte alles, was explodierte. Nach dem Ende des Vortrags gab es eine Siegerehrung. Jeder Teilnehmer bekam eine Urkunde und eine wissenschaftliche Zeitschrift. Die jeweils Besten der Jahrgangsstufen wurden geehrt. In Merseburg findet bald die dritte Runde der Chemieolympiade statt. Maurice belegte den 24. Platz in der Klassenstufe 8 und Paul belegte den 19. Platz in der Klassenstufe 9. Danach liefen wir zurück zum Hauptbahnhof. Um 18:15 Uhr fuhr unser Zug zurück. Wir fanden den Tag sehr anstrengend aber auch spannend und informativ.

Paul Genest

11CH1 2013/14 – Chemieleistungskurs am Reclam

Dieses Jahr gibt es erneut einen Leistungskurs im Fach Chemie, jedoch sind entgegen der Vorjahre ausschließlich Schüler des Reclam-Gymnasiums Teil dieses Kurses. Sechzehn Schülerinnen und Schüler haben sich für diesen Ausbildungsweg entschlossen, davon auch 6 die den bilingualen Zweig des Abiturs an unserer Schule gewählt haben.

Nun sind wir umgezogen und auch heil in unserem neuen Schulgebäude angekommen und haben hier vortreffliche Bedingungen – darunter ein ganz neues und hochmodernes Chemiekabinett – unter denen allerlei Experimente und Versuche durchgeführt werden können. Gerade im Leistungskurs steht die praktische Arbeit von uns Schülern im Vordergrund. Anstatt wie in den vorherigen Jahren, in denen man Lehrer-Demonstrations-Experimenten und viel theoretischer Arbeit ins Auge blicken musste, so ist nun das Durchführen von Versuchen ein wesentlicher Bestandteil. Vor allem das aluminothermische Schweißverfahren ist eines der Experimente, die man nicht so schnell vergessen wird. Dabei entsteht bei einer sehr stark exothermen Reaktion aus einem speziellen Granulat elementares Eisen und als Betrachter bekommt man den Eindruck man befinde sich in einer kleinen Gießerei. Genauso haben wir auch Cent-Münzen dank gewonnener elektrochemischer Kenntnisse versilbern können. Und dieser Bonus, Teil des Leistungskurses zu sein, ermöglicht es wesentlich mehr Materialien und Geräte nutzen zu dürfen.

Auch diesjährig ist Frau Baranski – Lehrerin für Biologie und Chemie – unsere Chemielehrerin. Angefangen bei den Grundlagen der Chemie über Redoxreaktionen bis hin zu Komplexverbindungen lehrt Sie uns und bereitet uns auf die Prüfung vor.

Letztendlich hat schon das erste Halbjahr gezeigt, dass die Entscheidung für diesen Kurs eine gute Entscheidung war.

Ausflug zur Total Raffinerie der Klassen 9.4 und 9.1

Am 27.5. trafen sich pünktlich um 8 Uhr die Schüler der Klassen 9.4 und 9.1 am Leipziger Hauptbahnhof . Von hier aus fuhren wir gemeinsam mit den Klassen- und Fachlehrern Frau Baranski und Frau Haring mit dem Bus zunächst nach Merseburg, wo wir dann von einem von der Firma Total bereitgestellten Shuttlebus in die Raffinerie gefahren wurden.

Dort wurde  uns im Hauptgebäude mittels verschiedener Vorträge von Fachangestellten die Arbeit in einer Raffinerie näher gebracht. Während einer kurzen Rundfahrt über das Gelände der Total-Raffinerie, erarbeiteten wir gemeinsam mit einem Angestellten der Firma, der die Rundfahrt leitete, ein Arbeitsblatt für den späteren Unterricht. Besonders beeindruckend war die immense Größe des Geländes und der Lagertürme.

Nach einem Besuch der Steuerzentrale der Raffinerie kehrten wir in das Hauptgebäude zurück und genossen das von der Firma bereitgestellte Mittagessen samt Dessert. Passend zum Thema und zu unserer Schule folgte anschließend eine lockere Gesprächsrunde mit einem französischen Mitarbeiter , der von seim eher ungewöhnlichen Leben berichtete.

Durch eine weitere Mitarbeiterin der Total-Raffinerie wurden wir auch über unsere Möglichkeiten bei Total informiert.

Der Nachmittag wurde schließlich noch mit einem Besuch einer Ausbildungsstätte in der Nähe der Raffinerie gestaltet. Hier besichtigten wir verschieden Lehrwerkstätten, geführt durch einen der hier tätigen Lehrern, der uns zusätzlich viele spannende Fragen beantwortete.

Nach einer interessanten Stunde in der Ausbildungsstätte beendeten wir unseren Ausflug und kehrten zurück zu unserem Ausgangspunkt dem Leipziger Hauptbahnhof, zu dem uns freundlicherweise direkt der Shuttlebus fuhr.

Sehr danken möchte ich im Namen der Klassen 9.4 und 9.1  Herrn Hübler und Frau Baranski , die sich um die Organisation kümmerten, Frau Haring, die die Klassen ebenfalls begleitete  und natürlich der Total-Raffinerie, ohne die dieser Ausflug nicht möglich gewesen wäre.

Henriette Zimmeck

Chemie - die stimmt!

Auch in diesem Schuljahr nahmen wieder Schüler unseres Gymnasiums an der Chemieolympiade „Chemie – die stimmt“ teil. Dazu gab es während des ersten Schulhalbjahres eine Hausaufgabenrunde zu erledigen. Vorrangig Schüler des naturwissenschaftlichen Profils unseres Gymnasiums haben die Aufgaben dieser ersten Runde versucht zu lösen. In der Jahrgangsstufe 8 waren das 20 Schüler. In der Jahrgangsstufe 10 haben zwei Schülerinnen teilgenommen.

Paul Genest aus der Jahrgangsstufe 8 und Emily Ritschel aus der Jahrgangsstufe 10 (sie lernt in einer bilingualen Klasse) haben sich dann für die zweite Runde der Chemieolympiade qualifizieren können. Beide Schüler hatten weit mehr als 70% der geforderten Punkte erreicht.

Insgesamt haben sich in Sachsen 843 Schüler aus 55 Schulen an der ersten Runde der Chemieolympiade „Chemie – die stimmt“ beteiligt, dabei 206 aus den 10. Klassen und 278 aus den 9. Klassen. Maximal 30 Schüler jeder Jahrgangsstufe wurden dann zur zweiten Runde eingeladen.

Am Mittwoch, den 27. Februar 2013, war es dann soweit. Paul und Emily sind mit der Chemielehrerin Frau Baranski nach Dresden gefahren.

Schon am Bahnhof begegneten uns 20 Schüler mit Lehrern aus dem Ostwald- sowie aus dem Heisenberg-Gymnasium Leipzig, die ebenfalls als Chemie-Begeisterte zur zweiten Runde antreten durften.

Auf der Zugfahrt stiegen dann noch Chemie-Spezialisten aus der naturwissenschaftlichen Spezialschule Riesa in den Zug ein. Im gesamten Zugabteil wurden Chemiehefter ausgepackt und noch einmal gelernt.

Am Dresdner Hauptbahnhof angekommen, liefen wir auf geradem Wege zur Technischen Universität. Dort wurden wir bereits in einem großen Hörsaal erwartet. Alles war liebevoll vorbereitet. Schüler jeder Jahrgangsstufe 8-10 wurden durch verschiedene Schokoladentierchen jeweils auf einen Platz verwiesen. Nach ca. einer halben Stunde ging es los. Nach Jahrgangsstufen gestaffelt wurden unterschiedliche Aufgabenzettel verteilt. Jeder Schüler musste eine zweieinhalbstündige Klausur schreiben. Erlaubte Hilfsmittel: ein kleines Periodensystem und ein Taschenrechner.

Die Klausur war für alle Schüler anstrengend, die Aufgaben waren nicht einfach, manche Dinge musste man sich erschließen. Nach zweieinhalb Stunden wurden die Arbeiten bei den Lehrern abgegeben. Nun durfte jeder Schüler zum Mittagessen in die Mensa gehen, das Essen war echt lecker! In der Zwischenzeit machten sich die Begleitlehrer an die Arbeit: die Klausuren mussten sofort korrigiert werden.

Um 15:30 Uhr hörten die Schüler im Hörsaal einen interessanten Experimentalvortrag!

Und ab 16:45 Uhr gab es die Siegerehrung. Jeweils die drei Besten jeder Jahrgangsstufe haben sich dann für die dritte Runde der Chemieolympiade qualifiziert.

Diese dritte Runde wird an der Fachhochschule Merseburg stattfinden. Dort werden die besten Chemiker der drei Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ermittelt.

Paul und Emily belegten während der zweiten Runde gute mittlere Plätze. Die Teilnahme war entscheidend! Gut gemacht, ihr Beiden.

Glücklich und zufrieden sind wir alle nach Hause gekommen. Es war ein schöner und spannender Tag.

H.B.

März 2013

11CH1 2012 – Frau Baranski und ihr Leistungskurs

Der diesjährige Leistungskurs ist wieder eine Kooperation von zwei Schulen Leipzigs. Doch nicht wieder, wie gedacht, mit dem Humboldt Gymnasium, sondern mit dem Brockhaus Gymnasium. Fünf Schüler müssen wöchentlich zu uns pendeln um den Leistungskurs besuchen zu dürfen. Trotz der Schwierigkeiten mit dem Umzug des Reclam Gymnasiums, klappt dies ohne Probleme.

Dieses Jahr ist Frau Baranski – Lehrerin für Biologie und Chemie – unsere Chemielehrerin und lehrt uns vom Massenwirkungsgesetz bishin zu Redoxreaktionen oder Komplexverbindungen.

Das erste Jahr Leistungskurs Chemie war für uns alle sehr spannend. Für uns Reclam-Schüler war es neu, so viel und ausführlich zu experimentieren, denn das macht die Chemie eigentlich aus. Vorher gab es nur die trockene Theorie und manchmal ein paar LDE’s (Lehrer-Demonstrations-Experiment), da die Klasse zu groß war oder die Geräte nur vom Leistungskurs benutzt werden durften. Doch nun sind wir Leistungskurs Chemie. Wir haben titriert oder Redoxreaktionen durchgeführt und protokolliert. Ganz besonders war für uns die Kupferraffination, bei der wir sogar eine 2-Cent-Münze etwas auflösen konnten! Die Entdeckung dabei war, dass die Münzen natürlich nicht wie gedacht 100%-ig aus Kupfer bestehen, sondern dass das Kupfer auch nur ein dünner Überzug ist. Ein weiteres „Highlight“ war das aluminothermische Schweißverfahren. Dabei brachte man ein Stoffgemisch zum Brennen und man bekam pures Eisen als Reaktionsprodukt. Sehr spektakulär!

Im Großen und Ganzen erleben wir viel im Leistungskurs Chemie, auch wenn es ab und zu „Reclam versus Brockhaus“ heißt. Zum Schluss werden wir alle profitiert haben. 

Vivian Gläß, Juni 2012

 

Experinat 2012

Ein naturwissenschaftlicher Wettbewerb ausgewählter Schüler aus dem Großraum Leipzig

Der naturwissenschaftliche Wettbewerb „Experinat“ wird jährlich organisiert von den Sadtwerken Leipzig. Er soll eine andere Form der Berufs- und Studieninformation für Schüler darstellen sowie die Freude und das  Interesse für die Naturwissenschaften wecken und pflegen.

Am 21.03.2012 und am 02.04.2012 nahmen folgende Schüler unseres Gymnasiums an diesem naturwissenschaftlichen Experimentalwettbewerb ganztägig teil.

Jahrgangsstufe 10

Team: „Die Schlümpfe“

Max Striegler, Marie-Luisa Kaiser, Simon Reich, Rebecca Mücke, Philip Dönicke, Henriette Doktor

 

Team: „Magic Fingers“

Laura Rosenbaum, Viktor Ermakov, Laura Rademacher, Kenziro Böl, Armin Ramisch, Amélie Muntschick

Jahrgangsstufe 09

Team: „Die Megachemiker“

Felicitas Franz, Clara Johanna Matthias, Chau Do, Pelin Altay, Franziska Schützelt, Wieland Zweynert

Unter dem Motto: „Entdecke, was dahinter steckt!“ haben sich die oben  genannten Schüler an diesem interessanten, abwechslungsreichen und gut organisierten Wettbewerb beteiligt. Es gab verschiedene Module zur Auswahl, an je zwei Modulen musste jeder Schüler des jeweiligen Teams teilnehmen. Die Schüler haben verschiedene Experimente in den verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen durchgeführt (daher auch die Bezeichnung „experinat“ für den Wettbewerb) und konnten so ihr Wissen, welches sie im Unterricht erworben haben, anwenden.

  • Modul Chemie/Umwelt am Helmhotz Zentrum für Umweltforschung
  • Modul Elektrotechnik an der HTWK Elektrotechnik
  • Modul Biologie bei der InstaG GmbH
  • Modul Physik/Technik im Ausbildungszentrum der Stadtwerke Leipzig
  • Modul Informatik in der Hochschule für Telekommunikation
  • Modul Optik bei Inspirata e.V.

Am Dienstag, den 8. Mai 2012, gab es nun dazu eine große Abschlussveranstaltung in Connewitz im Werk II. Neben einem bunten Rahmenprogramm mit Musik und Moderation fand die Preisverleihung der besten Naturwissenschaftler dieses Wettbewerbs statt.

Den zweiten Platz im Einzel errang Laura Rademacher aus der Klasse 10/2 unseres Gymnasiums!!!!

Laura Rosenbaum aus der Klasse 10/2 unseres Gymnasiums konnte an einem Wissenstest während der Abschlussveranstaltung teilnehmen und gewann mehrere Kino-Gutscheine!!!!

Herzlichen Glückwunsch den beiden Gewinnerinnen und Dank den Teilnehmern für ihr Engagement. Im nächsten Jahr wird es den Wettbewerb wieder geben und es wird dann wieder heißen: „Entdecke was dahinter steckt!“

H.B.

Die Chemiker am Reclam

Am Ende der Sekundarstufe I habe ich mich für den Chemie LK aus zwei Gründen entschlossen: 1. wollte ich schon damals in beruflicher Hinsicht eher in die Naturwissenschaft und 2. hatte ich bei chemischen Experimenten bisher immer Spaß gehabt.

So kam es also, dass ich mich am ersten Schultag in der 11. Klasse im Chemiekabinett zusammen mit Mitschülern des Reclam-Gymnasiums und einigen Schülern vom Humboldt-, Kant-, und Nikolai-Gymnasiums wieder fand. Unsere Lehrerin Frau Goecke hat es vom ersten Tag an geschafft, das in uns schlummernde Interesse für die theoretische und praktische Bewandtnis der Chemie, die exakte chemische Formulierung und Erklärung sowie die Neugier auf die zunächst staubig anmutenden Theorien (beispielsweise das abstrakte Orbitalmodell nach BOHR oder die verschiedenen Basiskonzepte der Chemie) anzuregen und zwei Jahre lang aufrecht zu erhalten. Doch auch andere Faktoren haben das sehr gute Lernklima und die daraus resultierenden guten Ergebnisse begünstigt.

Beispielsweise funktionierte die Kooperation zwischen den Schulen reibungslos, ferner waren auch individuelle, spontane Absprachen, z.B. im Bezug auf Beginn und Ende der Chemiestunde, unbürokratisch umsetzbar. Außerdem war der Kurs relativ klein, die Leistungsbereitschaft sehr hoch, die Wochenstundenanzahl im Vergleich zum Grundkurs mehr als doppelt so groß und die Förderung durch unsere Lehrerin ideal. Frau Goecke hat vielfältige Lehr- und Lernmethoden angewandt, wir konnten alle Medien (von unserem eigenen, sehr gut strukturierten Buch, über von Frau Goecke angefertigte Arbeitsblätter und gelegentliche Präsentationen mit Hilfe von Folien am Beamer oder am Polylux) nutzen und haben gelernt, mehrere Quellen zu vergleichen, um schlussendlich die korrekte Information zu finden. Zudem haben wir bei unseren zahlreichen, chemischen Experimenten wahlweise in Gruppen, zu zweit oder auch im Hinblick auf die Prüfungssituation alleine gearbeitet.

Diese Abwechslung wurde auch bei theoretischen Aufgaben, beispielsweise der Auswertung von Experimenten oder der Ausarbeitung von Kurzreferaten zu Teilgebieten eines großen Themengebiets, wie dem der Farbstoffe, etabliert.   Hierbei hat es unsere Lehrerin nie versäumt, die gewonnenen Ergebnisse zu vergleichen und gegebenenfalls zu berichtigen.

In guter Erinnerung sind mir neben den spannenden Experimenten, der konzentrierten und gelegentlich humorvollen Lernatmosphäre und einigen kursinternen Ausflügen (z.B.: in das Deutsche Chemie-Museum nach Merseburg) die kontinuierliche Vorbereitung im Hinblick auf die Abiturprüfung geblieben. Jedes Themengebiet wurde von einer Klausur oder einer sonstigen Note, diversen Theorieeinheiten, Übungsaufgaben und Experimenten sowie einer A4 – Seite voller abiturähnlicher Prüfungsaufgaben zum frisch gelernten Stoff abgeschlossen. Zu Beginn hielt ich diese langfristige, sorgfältige Vorbereitung für übertrieben. Als jedoch die Prüfungen immer näher kamen, war ich sehr dankbar dafür.

Letztendlich habe ich diese zwei Jahre als eine Bereicherung empfunden und meine etwas unbeholfene Entscheidung am Ende der 10. Klasse nie bereut.

Magdalena Dressler

Leistungskurs 12 Chemie

 

Gedanken im Juni 2011

Gedanken im Juni 2011

Auch nach dem zweiten Jahr Chemie – Leistungskurs haben wir uns wieder eine Frage gestellt.

Was ist erinnerungswürdig? Für diese Frage muss jeder eine eigene Antwort finden. Hier niedergeschriebene Gedankenströme können bestenfalls als Hilfe dienen. Möglich, dass einige dem behandelten Stoff größere Bedeutung beimessen, andere wiederum an die durchgeführten Experimente zurückdenken und wieder andere durch bestimmte Ereignisse zu tieferer Weisheit gelangt sind.

Es haben sich in dem Kurs durchaus verschiedenartige Menschen zusammengefunden. Damit ist nicht bloß gemeint, dass die betroffenen Lernwilligen im Grunde verschiedene Bildungseinrichtungen besuchten. So verweise ich auf die erste Stunde, in der man sich vorstellen sollte. Die sehr unterschiedlich ausfallenden Antworten auf die Frage, weswegen man sich für das Fach Chemie als Leistungskurs entschieden hat, reichten vom Interesse am Fach bis hin zur Notlösung aufgrund des weggefallenen Biologie-Leistungskurses. Soviel zum ersten Eindruck.

Von den damals 17 Schülern sind letztlich 14 bis zum Schluss im Kurs verblieben. Die vorherrschende Atmosphäre dürfte man jedenfalls als positiv bezeichnen können. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt, dass im Angesicht des gestiegenen Schwierigkeitsgrads der Lerninhalte im Vergleich zur Sekundarstufe I ein Zusammenschluss von unsereins im Interesse aller lag. Man bedenke die vielen Male, in denen Themen als Gruppenprojekte erarbeitet und vorgestellt werden mussten, bei denen Frau Goecke mit Bedacht das Los hat über die jeweiligen Gruppenmitglieder entscheiden lassen. Man besinne sich darauf, wie Frau Goecke unsereins mit Süßigkeiten versorgt hat, wenn geistige Anstrengungen bevorstanden.

Chemie wird deswegen immer mit der Reminiszenz daran verbunden bleiben, dass bei den verschiedensten Experimenten, die im Zuge der besagten 2 Jahre zu Stande kamen, nicht selten etwas zu Bruch ging, sowie dass man im Zuge dieser Experimente beispielsweise in Erfahrung gebracht hat, dass sich eine Säure-Base-Titration ohne Indikator als recht sinnfrei erweist…

Ungeachtet dessen, wie schwer oder mühselig das Fach auch zwischenzeitlich erschienen sein mag, letztendlich haben es alle geschafft, den schwierigen Kampf gegen die Abiturprüfung zu meistern.

Es erscheint daher angebracht, den Chemie-Leistungskurs wie auch Frau Goecke, welche uns tatkräftig unterstützt und erfolgreich bis zum Abitur geführt hat, sowie auch die Mitmenschen in positiver Erinnerung zu behalten. Wenngleich nun jeder seinen eigenen Weg gehen wird, heißt das nicht, dass damit auch jeglicher Kontakt abbrechen muss.

Um dieses Schriftstück genauso schmalzig zum Ende zu bringen, wie es begonnen hat, an dieser Stelle ein etwas längeres Zitat von Dietrich Bonhoeffer:

Je schöner und voller die Erinnerungen,

desto schwerer die Trennung.

Aber die Dankbarkeit verwandelt

die Qual der Erinnerung

in eine stille Freude.

Man trägt das vergangene Schöne

nicht mehr wie ein Stachel,

sondern wie ein kostbares Geschenk

in sich.

Es bleibt demnach nichts weiter zu sagen, dass die Leser ihre Zukunft so gestalten mögen, wie sie es beabsichtigen, dabei aber nicht die Vergangenheit vergessen und auch nicht den Fehler begehen, zu versuchen, in der Vergangenheit zu leben, sondern die richtigen Schlussfolgerungen ziehen mögen. Alles Gute! – Die Verfasser.

 

* Anm.: Namen geändert

 

LK Chemie 2010

Das Schuljahr geht zu Ende und wir, Hinz* und Kunz*, haben, stellvertretend für den Chemie-Leistungskurs 11, die Aufgabe erhalten, hierüber einige gehaltvolle Worte zu verlieren. Vielleicht sollte man an dieser Stelle anmerken, dass wir im Grunde keine Schüler des Reclam-Gymnasiums sind; stattdessen ziert ein anderer Name unsere Bildungseinrichtung.

Die Frage ist, wieso wir dennoch, allen Mühen und Strapazen zum Trotz, diesen endlosen Weg von unserer Schule zum Reclam auf uns nehmen und den Boden auf unseren Pilgerreisen mit Blut und Schweiß tränken... Einem jeden aufmerksamen Leser dürfte die Antwort leicht fallen: Wir, die wir hier unseren gedanklichen Ergüssen freien Lauf lassen, sind Freunde der Chemie - und als solche haben wir, als uns klar wurde, dass auf der eigenen Schule kein Chemie-Leistungskurs zustande kommt, darauf bestanden zum Zweck der Gründung eines Chemie-Leistungskurses dem Kreis der Reclam-Schüler beizutreten. So kam es letztendlich, dass sich Chemieinteressierte aus Neuer Nikolai-, Kant-, Humboldt- und Reclamschule zusammenfanden, um sich gegen die schriftliche Abiturprüfung Chemie zu wappnen.

Hat es sich gelohnt dem Kurs beizutreten?

Zweifelsfrei - und nicht nur das: Von allen Kursen hat sich dieser als angenehmster und interessantester herausgestellt. Neben der äußerst positiven Wirkung des Arbeitsklimas auf die Lerneinstellung, sind auch überwiegend gute Ergebnisse zu verzeichnen. Bedingt wurde dies durch die Mitarbeit von Schülerpersönlichkeiten und vor allem durch die didaktisch geschickte, schülerfreundliche Vermittlung von Lerninhalten seitens einer kompetenten Lehrerin. Besonders dieser Punkt dürfte ausschlaggebend für die Wahl eines Kurses sein, wenngleich ein nicht hinreichend zufriedenstellendes Schüler-Lehrer-Verhältnis (wie es oftmals an anderen Schulen der Fall ist) bekanntlich auf den Lernprozess unschöne Folgen zu haben vermag.

"Wie es das Schicksal wollte", beschrieb ein Schüler sinngemäß in der letzten Stunde, in der wir das Jahr haben Revue passieren lassen, war das bei uns nicht der Fall. Froh darüber die richtige Entscheidung getroffen zu haben, können wir den Chemie-Leistungskurs all jenen empfehlen, die das Bedürfnis verspüren, sich tiefergehende chemische Kenntnisse anzueignen, dadurch das eigene Wissensnetz auszubauen und sich unbekannter Zusammenhänge bewusst zu werden.

Angefangen mit Chemischen Bindungen (Orbitalmodell) haben wir uns zur qualitativen (Nachweisreaktionen) und quantitativen (Stöchiometrie) Analyse von Stoffen begeben, uns von dort aus zu Redox-Reaktionen und Reaktionskinetik gearbeitet, mit Gleichgewichtsreaktionen (wie Löslichkeits- und Säure/Base-Gleichgewichte) beschäftigt, uns in von Schülern gehaltenen Unterrichtsstunden die Komplexchemie zu Gemüte geführt und das Schuljahr mit der physikalischen Chemie (Thermodynamik) beendet.

Dem nächsten Schuljahr mit Zuversicht entgegensehend, können wir Chemie allen Unentschlossenen als gute, interessante Alternative zu Physik, Englisch und Co. nahelegen... Leistungskurs 11 (09/10) Anm.: *Namen geändert

Amir

"Chemie zum Anfassen"

Fächerverbindender Unterricht der Jahrgangsstufe 11

"Ermitteln Sie die Konzentration der Natronlauge." oder "Bestimmen Sie mittels Titration den Gehalt von Kalk in der Lösung." Dies sind die typischen Aufgaben, die ein Schüler erhält, wenn er Titrationen behandelt - ohne deutlichen Bezug zum alltäglichen Leben, was aber in der Schule schwer möglich wäre.

Aber genau dies war für die Schüler der 11. Klassen möglich, die während der FVU-Tage im naturwissenschaftlichen Bereich beschäftigt waren.

In der Fachhochschule Merseburg konnte man Titrationen an allerlei alltäglichen Stoffen wie Obstsaft, Cola oder Leitungswasser durchführen. Stationsweise war es möglich, verschiedene Konzentrationen bestimmter Stoffe durch Titrationen zu ermitteln, so z.B. den Kalkgehalt von Eierschalen, der Gesamtsäuregehalt vom Obstsaft oder den Wirkstoffgehalt im Bullrich Salz.

An jeder Station gab es eine übersichtliche, kurze, verständliche Einführung mit einem Theorie-Teil und einer genau festgelegten Durchführungsvorschrift, sodass die Schüler selbstständig und in "lockerer Atmosphäre" experimentieren konnten.

Mir persönlich hat es sehr viel Spaß gemacht die zahlreichen Experimente durchzuführen. So prägt sich die Theorie sofort ohne große Bemühung ein. Es war eine interessante Abwechslung zum normalen Schulunterricht und ich glaube, dass alle viele interessante Sachen über Lebensmittel entdecken konnten.

Qiao Luo, 11MA1

29.01.2010 Chemieexkursion in der Universität Leipzig

Am Freitag, dem 29. Januar, hatten wir, die Klasse 8.2, die Möglichkeit an einem Experimentiervormittag an der Universität Leipzig teilzunehmen.

Die Experimente wurden entsprechend an verschiedenen Stationen ausgeführt & die Klasse wurde in Gruppen eingeteilt. Zur überprüfung unseres Lernzuwachses bekamen wir vor & nach den Experimenten einen Fragebogen, den wir auszufüllen hatten.

Die Experimente wurden zum Thema Säuren durchgeführt. Zu jeweils einer Station wurden eins bis zwei Experimente ausgeführt. Dazu erhielten wir Stationsaufgaben, die wir mithilfe der Experimente lösen sollten. Nachdem wir eine Station gelöst hatten, wurden uns Fragen dazu gestellt, um nachzuprüfen, ob wir den Lernstoff auch verstanden haben.

Zu jeder gelösten Station erhielten wir jeweils einen Chip. Uns stand immer eine Aufsichtsperson zur Verfügung, um Fragen zu stellen oder Hilfe zu bekommen wenn man etwas nicht verstand.

Im großen und ganzen war das ein sehr Lehrreicher Tag & wir würden einen solchen weiteren Experimentiervortrag gerne wiederholen.

Text: Sara Z. Bilder: Diana P.

Chemievorlesung in der Universität in der Johannesallee

Am 7. Oktober 2009 haben wir, die Klassen 8.4, 8.1 und 8.2, in der Universität in der Johannisallee eine Vorlesung zum Thema „Metalle und Redoxreaktionen“ besucht.

Geleitet wurde die Veranstaltung von Herrn Krautscheid mit Hilfe von Frau Altmann.

Mit vielen tollen Experimenten, welche man nicht in unserer Schule ausführen kann und darf, wurde uns ein Stück Chemie erklärt. Mit Explosionen, Feuern und anderen Reaktionen haben alle den neuen und alten Stoff demonstriert bekommen.

Besonders viel Applaus erntete Frau Haring, als auf ihrer Hand mit Spülwasser vermischtes Knallgas gezündet wurde.

Zum Schluss möchten wir noch Frau Haring und Frau Goecke danken, dass sie uns begleitet haben, und natürlich Herrn Prof. Dr. Krautscheid für die interessanten 60 Minuten im großen Hörsaal.

Franziska Wolfram, Leonie Hellgardt und Annika Krautscheid, 8.4

IChO Japan 2010

Stephanie Remke ist Schülerin des Leistungskurses Chemie Klasse 12 an unserem Gymnasium. Erfolgreich hat sie die erste Runde der Internationalen Chemieolympiade absolviert. Dafür hat sie die Aufgaben während und nach den Sommerferien 2009 gelöst. Ihre Lösungen hat sie eingereicht und zwar erfolgreich.

Sie hat einen kleinen Büchergutschein erhalten und die Aufgaben für die zweite Runde. Bis zum 4. Januar 2010 müssen nun diese Aufgaben gelöst werden. Für die zweite Runde der Chemieolympiade wünschen wir Stephanie viel Ausdauer und Freude. Die dritte Runde des Auswahlverfahrens findet im Februar 2010 in Göttingen statt.

In der Endrunde der Internationalen Chemieolympiade, die dann in Japan stattfindet, werden die besten Jungchemiker der teilnehmenden Länder ermittelt.

Herzlichen Glückwunsch, Stephanie!!!!

www.icho.de

Chemie zum Anfassen

Ein Besuch im Schülerlabor der Hochschule (FH) Merseburg

Schon auf dem Weg zur Fachhochschule am 4.06.09 rätselten viele der Schüler, was genau uns denn im Schülerlabor Merseburg erwarten würde. Nach ungefähr einer Stunde Busfahrt und guten 20 Minuten Fußweg waren wir dann endlich da. Nur noch ein paar Treppen hoch und schon begann die Einführung in das heutige Thema: Die Titration.

Wie in einer Art Klassenzimmer klärte Frau Dr. Vogt uns dann kurz und präzise zusammengefasst über alle möglichen Gesetzmäßigkeiten, Gerätschaften der Titration auf. Nachdem sich fast alle mit einem Kittel bewaffnet hatten, war es die Aufgabe der Schüler nach einem einfachen Prinzip Zweierteams zu bilden: Ein Grundkurs – mit einem Leistungskursschüler. Die meisten Schüler waren dazu allerdings anfangs noch zu schüchtern, denn trotz der gemeinsamen Busfahrt kannten sich die Schüler der unterschiedlichen Kurse kaum, weshalb es am Ende doch zur Aufgabe der beiden Lehrerinnen wurde – und jeder einen Partner zugewiesen bekam.

Jetzt ging es auch schon los! Im Schülerlabor waren nun für uns allerhand Stationen aufgebaut: Iodometrische Bestimmung der gesamten Schwefligen Säure in Wein, Konduktrometrische und Potentiometrische Säure-Base-Titration, Aufnahme von Titrationskurven von Phosphorsäuren und viele weitere – deren Namen man wahrscheinlich ebenfalls zweimal lesen musste.

In einem regen Treiben begannen wir nun die verschiedensten Stationen zu durchlaufen, gespannt darauf, welche Ergebnisse sich feststellen lassen würden. Eifrig wurden Chemikalien mit Pipetten, Messzylindern oder Spritzflaschen in den Erlenmeyerkolben gegeben, konzentriert wurde der Hahn der Büretten auf und zugedreht, während der Partner aufmerksam zusah, die Ergebnisse notierte – natürlich wurde auch mal getauscht. Und das beste daran: Jeder von uns konnte die Zeit intensiv nutzen, denn jedes der Experimente war schon aufgebaut und musste auch nicht von uns wieder abgebaut werden.

Während wir ungefähr 2 Stunden mit den Experimenten beschäftigt waren – schauten uns die Mitarbeiterinnen des Schülerlabors Merseburg immer wieder streng über die Schulter, gaben Tipps und waren stets da, wenn wir Hilfe brauchten oder Fragen hatten. Zwischen durch blitzte es auch – Das war Frau Baranski, welche unseren Ausflug mit der Kamera fleißig festhielt.

Mir persönlich hat die Exkursion nach Merseburg wirklich gut gefallen, vor allem da ich neue Geräte und Chemikalien kennen lernen durfte, die ich vorher noch nicht kannte – und auch das selbstständige Arbeiten ohne Versuche auf- und abzubauen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Trotz des langes Weges sollte man auf jeden Fall mal im Schülerlabor Merseburg gewesen sein um zu erfahren, was es bedeutet – „Chemie zum Anfassen“.

Vielen Dank an Frau Baranski und Frau Goecke, die uns dorthin begleitet haben!

Katrin Müller

Kunststoffe sind Klasse!

Natürlich fragen sich viele: Wie kann man Chemiestunden so gestalten, dass es Spaß macht zuzuhören? Geht das überhaupt?

Es geht, einen solchen Unterrichtsgang unternahmen die Klassen der zehnten und elften Jahrgangsstufe des Anton-Philipp-Reclam-Gymnasiums am Donnerstag, den 26.Februar 2009.

Die Vorstellung begann um etwa 11 Uhr in der Sektion Chemie, der Universität Leipzig. Herr Dr. Gerhard Heywang stellte uns in seiner Vorlesung, die ca. 1,5 Stunden dauerte, verschiedene Kunststoffe vor. Er erklärte kurz ihren Aufbau, erwähnte spezielle Eigenschaften, die sich daraus ergaben, nannte die wichtigsten Anwendungsbereiche und die Vorteile, die die Anwendung der Kunststoffe mit sich bringt.

Dabei führte er viele interessante Experimente durch, die manchmal auch unerwartete Ergebnisse lieferten (zumindest für die Zuhörer). Zudem ermöglichte er einigen Schülern die aktive Teilnahme an seinen Versuchen. Für ihre Aktivität wurden die Schüler auch belohnt.

Dr. Heywang lockerte seinen Vortrag mit witzigen Kommentaren auf und machte die Vorlesung zu einem unterhaltsamen, aber auch informativen Ereignis.
Meiner Meinung nach war es eine gelungene, interessante und abwechslungsreiche Vorstellung, die ich sehr genossen habe. Ich kann mir vorstellen, dass auch manche „Chemiemuffel“ ihr Interesse an Chemie entdeckt haben.

Quiao Luo, Klasse 10.2

Reclam- Gymnasium arbeitet mit dem Verband der chemischen Industrie zusammen

Fonds der chemischen Industrie

Der Fonds der chemischen Industrie gehört zum Verband der chemischen Industrie e.V. und hat zum Anliegen, den experimentellen Chemieunterricht zu fördern. Das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium profitiert schon seit mehreren Jahren von dieser Unterrichtsförderung. Viele Geräte und Chemikalien konnten durch diesen Fonds angeschafft werden.

Nicht nur Verbrauchschemikalien, sondern auch Geräte, wie Büretten und Magnetrührer, Waagen und andere Messgeräte können nun im Chemieunterricht eingesetzt werden.

fonds.vci.de

Seit diesem Schuljahr gibt es wieder einen Chemie-Leistungskurs am Reclam

Nach der neuen Oberstufenverordnung besteht die "verpflichtende Belegung von Biologie, Chemie und Physik. Diese wird durch die Möglichkeit der Vertiefung im Fach Physik sowie an ausgewählten Schulen im Fach Chemie als Leistungskurs erweitert."

Am Reclam büffeln Schüler aus dem Kant-Gymnasium und dem Reclamgymnasium gemeinsam Chemie.

Einhellig sagten alle Schüler an ihrem ersten Unterrichtstag, dass sie den Kurs aus Interesse und Freude gewählt hätten. Einige möchten auch in einer naturwissenschaftlichen Richtung studieren.

Chemisches Gleichgewicht, Protonenübergänge, Farbstoffchemie und Elektrochemie, das liegt noch alles vor uns - packen wir es gemeinsam an.

Bilder aus dem Chemie-LK