CertiLingua

Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen

Das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium gehört seit dem Schuljahr 2007/08 zu den Pilotschulen des Landes Sachsen, die das Exzellenzlabel CertiLingua vergeben dürfen.

Mit diesem Zertifikat werden Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet, die mit dem Abitur besondere Qualifikationen in europäischer und internationaler Dimension nachgewiesen haben.

Das europäische Exzellenzlabel stellt sich zur Aufgabe, das interkulturelle Lernen durch die Mobilität und Integration von Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften und die internationale Zusammenarbeit zu fördern. Es stellt eine Auszeichnung für Schulen dar, die besondere Angebote im Bezug auf Mehrsprachigkeit, Sprachkompetenz, Bilingualität, europäisches und internationales Engagement nachweisen können und wollen.

Dazu gehören Kompetenzen in zwei modernen Fremdsprachen mindestens auf dem Niveau B2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GeR), die erfolgreiche Anwendung bilingualer Kompetenzen in mindestens einem Sachfach der Sekundarstufe II und europäische und internationale Kompetenzen über erfolgreich absolvierte entsprechenden unterrichtliche Angebote und ein internationales Begegnungsprojekt.

Das Reclam-Gymnasium ist Teil des CertiLingua Netzwerkes, in dem alle beteiligten Partner seit Beginn der Pilotphase 2007 eng zusammenarbeiten. Der intensive Austausch der europäischen Pilotschulen sorgt für einen gleichbleibend hohen Standard in allen Partnerländern. Auch auf Ebene des Landes Sachsen stehen die acht CertiLingua-Schulen in engem Kontakt, prüfen gemeinsam die Erfüllung der CertiLingua-Kriterien der Kandidatinnen und Kandidaten und gewähren so die besondere Exzellenz von CertiLingua.

Am Reclamgymnasium bringen die CertiLingua-Kandidatinnen und Kandidaten Französisch und Englisch oder Spanisch oder Italienisch ein. Da Französisch Teil des Fremdsprachenangebotes im schulischen Curriculum und Arbeitssprache in der bilingualen Ausbildung auf der Sekundarstufe I ist, ist es als Arbeitssprache im bilingualen Geschichtsunterricht der Abiturstufe obligat. Der Nachweis der europäischen und internationalen Kompetenzen bezieht sich auf Wissen und Fähigkeiten sowie Haltungen und Einstellungen, die die CertiLingua-Anwärterinnen und – Anwärter in konkreten Begegnungsprojekten wie z.B. einer Auslandsschulzeit oder Praktika im Ausland erwerben.

Die schriftliche Dokumentation des Projektes wird durch die Schülerinnen und Schüler in einer der im Rahmen von CertiLingua eingebrachten Fremdsprachen verfasst, stellt die Ergebnisse umfassend und auf Niveau der Sekundarstufe II dar. Eine Reflexion, die die Thematik in einen europäischen und internationalen Kontext einbindet, erfolgt einerseits über Vorträge, die die CertiLingua-Berwerberinnen und –Bewerber bereits im Fremdsprachenunterricht über ihre internationale Begegnungssituation hielten. Andererseits resümieren die Kandidatinnen und Kandidaten in einem Kolloquium in Anwesenheit internationaler und auf internationaler Ebene agierender Gäste ihre europäischen und internationalen Kompetenzen.