Auwaldexkursion 2015

Die Vögel zwitschern, der Wind weht zart, zwischen den Wolken ein strahlend blauer Himmel, der den Wildpark schon in den frühen Morgenstunden in ein frühlingshaftes Licht taucht. Nach einem langen Regenwochenende schaut zum Montag und gerade rechtzeitig zur Exkursion die Sonne aus ihrem Versteck und wärmt die noch müde elfte Klasse. Die über achtzig Biologieschüler erforschen die Wege der Wildparks und sollen an sechs Stationen den Park und die Vielfalt seiner Natur kennenlernen.

Vorbereitet oder nicht und unterteilt in Gruppen geht es also von Aufgabe zu Aufgabe, nur mit Stift und Papier in der Hand.

Unmittelbar am Eingang unter einem der markanten Picknickpilze, wie es im Wildpark viele gibt, wartet Frau Heinze, die in die Flora und Fauna des Waldes einleitet und zudem einen Überblick über den Wildpark als Ganzen verschafft. Schließlich bietet er mehr als nur Tiergehege zu beschauen und abseits der großen Pfade ist genug grünes Unbekannt für alle da. Natürlich wird auch der sowohl positive, als auch negative Einfluss des Menschen auf Leipzigs Auwald als größte zusammenhängende Fläche Europas nicht außer Acht gelassen. An der nächsten Station geht es um den Einfluss abiotischer Umweltfaktoren auf das Biotop. Eine Reihe von Experimenten zeigen die Wirkung von Licht und Temperatur auf die Vegetation in verschiedenen Biotopen des Auwalds. Noch tiefer in den Wald hinein nimmt Frau Haring die nächste Gruppe in Empfang. Hier dreht sich alles um Holz, um Borke zur Baumbestimmung oder Jahresringe, die das Alter und Leben eines Baums verraten können. Als kleine Bestandsaufnahme wird ein Rindenprofil von unterschiedlichen Bäumen angefertigt, die Rinde.

Wieder an anderer Stelle, nah dem Spielplatz, bringt Frau Apitzsch die Grundlagen der Pflanzenbestimmung bei und demonstriert gleich an Ort und Stelle. Trotz Pflanzenschlüssel ist das erstmal gar nicht so einfach, doch nach einer Weile haben die Meisten den Dreh raus und dann schnurpst es.

Gemeinsam mit Frau Melzer wird an der nächsten Station eine kleine Zeitreise unternommen in die Zeit, noch bevor es den Wildpark gab, den wir heute kennen. Zwei Untergruppen sollen nun Argumente zusammentragen, sich für oder gegen die Gründung eines Tierparks aussprechen. Sowohl nach Gefühl als auch faktenbasiert wird diskutiert und dennoch ist die Entscheidung am Ende stets eindeutig: Ja, es soll einen Wildpark geben, aber unkommerziell und artgerecht. Die Wissbegierigen tänzeln hinüber zum Hakenteich.

Und schon geht es weiter zur nächsten Aufgabe, diesmal bei Frau Baranski, die am Hakenteich durch Wasserproben bestimmte chemische Stoffe nachweisen, die in einen Teich nur zu bestimmten Mengen gehören. Der Hakenteich im Wildpark ist offensichtlich wunderbar sauber, trotz vieler Seerosen, die im Allgemeinen einen Nährstoffmangel andeuten.

Und dann ist er auch schon wieder vorüber, der Tag im Grünen. Tschüs Elche, tschüs Wildschweine, bis zum nächsten Mal.

30. April 2013

Auwaldexkursion

Cospudener See, Wildpark, Bärlauchgeruch und Radtouren – Das verbinden viele von uns zuerst mit dem Leipziger Auwald.

Doch in dem größten erhaltenem Auwaldbestand Deutschlands gibt es viel mehr zu entdecken.

Getarnt mit Schlammstreifen im Gesicht und einigen witzigen Entdeckerkostümen haben die Bio-Grundkursschüler der 11. Klasse den Auwald erforscht. An 5 verschiedenen Stationen, die durch die Biolehrerinnen betreut wurden, haben wir Eindrücke zum Ökosystem, zu abiotischen Faktoren und den menschlichen Einflüssen auf das Naturschutzgebiet bekommen. Dabei haben wir selber Hand angelegt: Wasserproben, Temperatur-, Licht- und Luftfeuchtigkeitsmessungen brachten uns experimentell die abiotischen Umweltfaktoren näher. Diese wirken sich unter anderem auf den Pflanzenbestand aus, den wir zum Beispiel mit Bestimmungsbüchern und
Bestandszählungen analysiert haben.

Dabei ist uns vor allem aufgefallen, dass der Mensch das Ökosystem Auwald viel mehr beeinflusst als gedacht: Flussbegradigungen, Straßen, Spielplätze, Fahrrad- und Reitwege, Lagerfeuerplätze, Gaststätten, uvm. Letztendlich haben wir viele interessante Eindrücke gewonnen und den Schultag der etwas anderen Art genossen. Wieso also nicht öfters den Unterricht im Freien gestalten?

Da muss leider nur das Wetter mitspielen, denn die Sonne hielt sich leider versteckt.

Hilfe - wir sind im Auwald, holt uns hier raus...!

So oder ähnlich werden wohl einige Schüler der Grundkurse Biologie des Reclam Gymnasiums am vergangenen Dienstag gedacht haben. Bei wirklich miesem Wetter (Lufttemperatur 10°C - Luftfeuchtigkeit nahezu 100 %), startete unsere diesjährige und allseits beliebte Bioexkursion der Klassenstufe 11 in den Leipziger Auwald. Wirklich unerfreulich und heimtückisch war das dienstägliche Wetter. Regen und nochmals Regen. Gefühlte Temperatur maximal 4°C. Unterdes musste man dabei unweigerlich an Bodo Wartkes Longseller „Regen“ denken, den man dann -gleich einem Ohrwurm- nicht mehr aus dem Kopf bekam. Aber wie heißt es so schön, es gibt kein schlechtes Wetter nur schlechte (Regenbe-)Kleidung. Auf diesen Satz wurden alle Kursschüler zuvor vereidigt und somit auf die Exkursion eingeschworen.

Gegen 8.00 Uhr morgens starteten mehrere Dutzend hoch motivierte Schüler und 7 gelassene Lehrer die Bioexkursion am Wildpark. Die Exkursion wurde so geplant (the same presider as every year), dass die Schüler einzelnen Stationen anlaufen und die Aufgaben/Arbeitsaufträge mit den dort stationierten Lehrern erledigen sollten. Dazu wurden die Schüler vorab in Gruppen eingeteilt.

Die folgenden Auwaldprüfungen mussten von den Schülern gemeistert werden:

  • Station 1 (Frau Heinze): Der gemeine Auwald, auwaldus vulgaris
  • Station 2 (Frau Haring): Baum und Borke
  • Station 3 (Frau Oelschlegel): Licht- und Schattenspiele
  • Station 4 (Faru Apitzsch): Bestimmungsübungen an und mit krautigen Pflanzen
  • Station 5 (Herr Binder und Frau Schneider): Lebenspartnerschaften mit und auf Bäumen und der Baum an sich; Geräusche des Auwaldes
  • Station 6 (Frau Baranski): die Chemie der Wasserteilchen

Halb erfroren, den Stift kaum noch festhalten könnend, und zum Teil stark durchnässt hielten alle Beteiligten bis zum Ende hin durch. Obschon das Ende immer inständiger herbeigesehnt wurde. Jedoch meisterten die (meisten) Schüler die Stationsaufträge mit Erfolg und taten sehr interessiert. Gegen 13.00 Uhr konnten alle tropfnassen und erstarrten Exkursionsteilnehmer aufatmen. Der Auwald hatte ein Ende und Schüler sowie Lehrer wurden aus ihm entlassen/herausgeholt.

Alles im allen ein sehr gelungener und durchnässter Tag. Kompliment an unsere wackeren Schüler!

Dirk Binder, 16. Mai 2010

Fächerverbindender Unterricht - Naturwissenschaften

Am Freitag, den 05.06.09, begann für uns Naturwissenschaftler der letzte Tag des fächerverbindenden Unterrichtes.

Wir beschäftigten uns mit der Mikrobiologie, insbesondere mit dem Analysieren und Züchten von Mikroorganismen. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in dieses Teilgebiet der Biologie mikroskopierten wir verschiedene Bakterienkulturen z. B. von Geldstücken, Fingerabdrücken.

Zur Klassifizierung von Bakterien führten wir die Gram – Färbung durch, weiterhin hatten wir die Möglichkeit einen Bakteriennährboden mit einer Bakterienkultur zu beimpfen. Die Arbeit mit den Bakterien war interessant, aber für viele auch sehr unangenehm, da dabei sehr üble Gerüche auftraten.

C.Wohlfahrt

Wüstenrennmäuse und mehr - unser Schulzoo

Im Biologiezimmer 303, Haus A unserer Schule fühlen sich nicht nur viele Schüler wohl, sondern auch unsere Schul-Wüstenmäuse.

Die Mongolischen Wüstenrennmäuse (Meriones unguiculatus), auch Gerbils genannt, gehören zur Familie der Langschwanzmäuse. Ihre ursprüngliche Heimat sind die Steppen und Halbwüsten der Mongolei und Nordchinas.

Wir beobachten die „kleinen Racker“ gern beim Buddeln und Gänge bauen. Sie sind sehr neugierig und nagen alles an, was ihnen „unter die Zähne“ kommt. Diese Tiere sind keine Schmusetiere, sondern echte Beobachtungstiere. Sie sind sehr pflegeleicht und riechen nicht. Dennoch sollte das Terrarium regelmäßig gesäubert werden.

Über die Ferien nehmen Schüler Mäuse mit nach Hause, damit die geselligen Tiere nicht gar so alleine sind. Wer diesbezüglich Interesse hat, kann sich bei Frau Apitzsch melden.

Da sich die Wüstenrennmäuse in der letzten Zeit sehr vermehrt haben, sind auch noch einige niedliche Exemplare abzugeben.

Neben kuscheligen Wirbeltieren haben wir auch noch interessante Wirbellose zu beobachten. Im Terrarium sind nur dem geübten Auge unsere Rosa Geflügelte Stabschrecken (Sipyloidea sipylus), welche zur Ordnung der Gespenstschrecken gehören, sichtbar.

Im Aquarium tummeln sich Kubanische Zierkrebse (Procambarus cubensis), von denen nur ein Vertreter am größten wird, alle anderen bleiben kleiner.

Wenn Du nun Lust auf einen Schul-ZOO-Besuch bekommen hast, dann schau ganz einfach mal in das Zimmer 303.

Laeticia Hedrich, Klasse 6.3

R. Apitzsch, Biologie-Lehrerin

 

Die Lehre vom Leben: Biologie

Jeder Mensch interessiert sich für Biologie, schon deshalb, weil er selbst ein biologisches Wesen ist! Nicht erst, wenn wir krank werden, fangen wir an, uns mit Biologie zu beschäftigen, sondern auch schon, wenn wir im Supermarkt unsere Lebensmittel kaufen: Was soll ich essen? Was ist gesund für mich?

In unserer Freizeit treiben wir Sport. Wie halte ich meinen Körper fit?

Welche Nahrung braucht mein Zwergkaninchen, was ich zu Hause habe? Welche Pflanze blüht so schön vor meiner Haustür?

Das Unterrichtsfach Biologie beschäftigt sich mit all diesen und weiteren Fragen. Es vermittelt in den Klassenstufen 5 bis 12 grundlegende biologische Sachverhalte und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine unmittelbare Begegnung mit der Natur. Biologie ist eine Naturwissenschaft, in der die Beobachtung und das Experiment im Mittelpunkt stehen. Die Teilgebiete der Biologie, wie z.B. Zoologie, Botanik, Ökologie, Cytologie oder Genetik werden in den verschiedenen Jahrgangsstufen eingeführt und miteinander verknüpft. Dazu stehen uns zwei moderne Fachkabinette zur Verfügung.

Besonders interessierte Mädchen und Jungen arbeiten in der Biologie - Arbeitsgemeinschaft. Hier stehen die Tiere im Mittelpunkt. Tiere, die in unserem kleinen "Schulzoo" leben: das sind verschiedene Wirbellose, Wüstenrennmäuse und Fische.