Bilingual deutsch-französisch? Na klar, bien sûr!

Seit 1993 bietet das Reclam-Gymnasium Leipziger Schülern die Möglichkeit, sich zu Frankreich- und Sprachexperten ausbilden zu lassen. Dazu gehört der bilinguale Bildungsgang, den man bundesweit in unterschiedlichen Sprachen absolvieren kann.

Die deutsch-französischen Züge sind in der Bundesrepublik dabei die Vorreiter gewesen, lange vor dem Englischen. Inzwischen bieten rund 84 Schulen den deutsch-französischen Zweig an, darunter zwei in Sachsen, das Romain-Rolland-Gymnasium in Dresden und das Reclam-Gymnasium in Leipzig, Ausrichter des 5. Deutsch-französischen Schülertreffens im September 2001.

Das sächsische Modell sieht bisher einen verstärkten Französischunterricht ab Klasse 5 vor. In der 7. Klasse kommt der Geographieunterricht zum Profil hinzu. Zwei Jahre später, also ab Klasse 9, wird auch das Fach Geschichte französisch bilingual unterrichtet.

In der Sekundarstufe II wählen die "Bilis" dann einen Französisch-Leistungskurs. Zusätzlich können sie das Fach Geschichte bilingual belegen. Auf dem Abiturzeugnis werden die bilingualen Besonderheiten vermerkt.

Interview zur bilingualen Ausbildung / Abibac

CE9A2819.mp3

Interview als mp3-Datei

1.8 M

Ende gut, alles gut ?! Ja!

Plädoyer der Elternsprecher der Klasse 8.4 für einen Austausch mit Frankreich

Vom 5. bis 12. Februar 2011 fand erstmalig ein Schüleraustausch zwischen Schülern des Collège-Episcopal in Zillisheim (Elsass) und einer Klasse (8.4) des Anton-Philipp-Reclam-Gymnasiums statt. Dies stellte eine Premiere dar, sowohl in Hinsicht auf die Partnerschule, als auch auf das Zustandekommen dieses Austausches.

Eigentlich sind bei einem Schüleraustausch die Eltern nur schmückendes Beiwerk und stellen bestenfalls noch die finanziellen Transaktionen sicher, aber in diesem Falle möchten wir im Namen der Eltern unserer Klasse trotzdem ein paar Worte verlieren.

Zunächst erst einmal sind wir alle glücklich, dass dieser Schülerausaustausch überhaupt zustande gekommen ist, denn im Vorfeld gab es beträchtliche Irritationen und Turbulenzen, die allerdings zum großen Teil hausgemacht, d.h. vorauszusehen, waren. Der Beharrlichkeit der Klassenleiterin der 8.4, Frau Dhear, und der Kontaktfreudigkeit des Klassenleiters in Zillisheim, Herrn Eichler, war es dann letztlich zu danken, dass der von unserem Gymnasium für die 7. Klassen ausge-wiesene erstmalige Schülerautausch mit Frankreich überhaupt zustande kam. Nochmals vielen Dank allen Beteiligten.

Der Kontakt mit seinen Nachbarn kann sehr oft ein Problem darstellen, das belegen nicht nur die einschlägigen Kriminalstatistiken, man kann es auch täglich in der Weltpolitik mit Unverständnis zur Kenntnis nehmen. Allerdings sind die Eigenheiten und Gepflogenheiten des Nachbarn nur dann zu verstehen und zu akzeptieren, wenn man sich selbst davon ein Bild gemacht hat. Und das gelingt zweifellos am besten mit einem Besuch des Landes. Das war leider viele Jahre im Osten Deutschlands nur in einer Richtung möglich! Umso schöner ist es, wenn junge Menschen, die ja die Zukunft der beiden Länder repräsentieren, sich durch einen fröhlichen, ungezwungenen Schüleraustausch kennenlernen.

Warum gerade mit Frankreich?

Nicht nur die zum Eröffnungsabend im Restaurant „PILOT“ so herausgestellte französische Esskultur ist es wert, dass man sich mit der „Grande Nation“ näher beschäftigt. Die französische Kultur und Sprache ist in unserem Leben nahezu überall gegenwärtig. Nicht umsonst ist die Sprache der Diploma-tie französisch … (Rad-)Sport- anhänger wissen, auch die UCI (Union Cycliste Internationale) bedient sich der französischen Sprache.

Geschichtlich gesehen, ....mehr