Bilingualer Unterricht in der Realität

Voraussetzungen sind Neugierde, Offenheit, Engagement! Im Französischunterricht wird die Fremdsprache verstärkt unterrichtet. Dies bedeutet in den ersten Jahren ausreichend Zeit für eine abwechslungsreiche Ausbildung im Hinblick auf die mündliche und schriftliche Beherrschung der französischen Sprache. Es bleibt genügend Zeit für die Ausfeilung einer guten Aussprache, guten Ausdrucks und Mut zum Sprechen, durch viele spielerische Übungen angeregt.

Wichtig ist auch die Ausprägung landeskundlicher Kompetenzen über das normale Maß hinaus. Wir bilden die Schüler nicht zu "kleinen Franzosen" aus, aber wir machen sie zu "Frankreich-Experten".

Während der Französischunterricht in aufgeklärter Einsprachigkeit stattfindet, haben im Geographie- und Geschichtsunterricht beide Sprachen ihren Platz. Schließlich steht das Sachfach im Mittelpunkt. Daher darf sich jeder Schüler mündlich stets auch in deutscher Sprache äußern, da sind beide Sprachen gleichberechtigte Unterrichtsprachen.

Wir ermutigen die Schüler aber, sich immer mehr in der Fremdsprache auszudrücken. Es herrscht lebendige Zweisprachigkeit, also im wahrsten Sinne des Wortes bilinguale Kommunikation. Da wird eine Idee deutsch geäußert und französisch reflektiert. Oder umgekehrt. Im schriftlichen Bereich des bilingualen Geographie- und Geschichtsunterrichtes, der dem sächsischen Lehrplan verpflichtet ist und sich keineswegs ausschließlich auf Frankreich konzentriert, dominiert allein das Französische.

Die Materialien sind in der Zielsprache verfasst, die Arbeiten werden in der Zielsprache geschrieben. Der manchmal sehr eigene Blick des Partnerlandes wird berücksichtigt.