Deutsche Flugsicherung – Preisverleihung: Die beste Abizeitung Deutschlands 2015

Eine zugebenermaßen verwirrende Kombination, die Assoziationen, die der Titel des Textes hervorruft scheinen nicht so recht zusammen zu passen:

Was verbindet Luftverkehr und Journalistik? Fluglotsen und angehende Germanisten? Inwiefern sollte sich der Wunsch nach einem zumeist geisteswissenschaftlichen Studium in eine technische Ausbildung ändern?

Kurz, warum vergibt die Deutsche Flugsicherung einen Preis für die beste Abizeitung Deutschlands?

In seiner Rede vor der Preisverleihung verdeutlichte der Personalchef der DFS sein Anliegen, ohne dabei groß ins Schwadronieren zu gelangen. Vor 12 Jahren expandierte der Luftverkehr und das Resultat war ein enormer Mangel an Fluglotsen. Zur gleichen Zeit fand der Wettbewerb um die beste Abizeitung Deutschlands, ausgerichtet durch die DFS das erste Mal statt.

Um junge Leute für eine Ausbildung zu motivieren. Um solche Leute für eine Ausbildung zu motivieren, die wissen was es heißt Verantwortung zu übernehmen, die als Generation der Digital Natives eher lernen Wimmelbücher auf Tablets zu bedienen (zumindest heute) als dass sie sprechen können und denen die englische Sprache zumeist kein allzu schweres Hindernis bedeutet.

Ob Sie damit Erfolg hatten?

Prozentual lässt sich das natürlich schwer feststellen, wie viele Lotsen über diese Art der Werbung gewonnen wurden.

Aber was ich mit Sicherheit und ohne den Hauch einer Übertreibung sagen kann: Keiner von uns Teilnehmern stand nicht mit staunenden Augen auf dem Frankfurter Tower , ließ seinen Blick über den Flughafen gleiten und streckte die Hände nach den abhebenden Maschinen aus, das Gefühl nicht loswerdend man könne sie beinah berühren. Und ich denke ich spreche für die meisten wenn ich sage, jeder liebäugelte mit dem Gedanken hier seinen späteren Arbeitsplatz zu sehen und ging heimlich in Gedanken die Voraussetzungen durch um später den durchaus lukrativen Job eines Fluglotsen auszuführen.

Auch wenn ich mich leider viel zu wenig für Technik interessiere als dass ich diesen Job ernsthaft in Erwägung ziehen würde – was bleibt ist ein durch und durch positives Bild der DFS, als Arbeitgeber und Unternehmen, zwei Tage voller Erinnerungen und der Preis die drittbeste Abizeitung Deutschlands im Jahr 2015 produziert zu haben.

Um die Preisverleihung herum wurde ein zweitägiges Rahmenprogramm gestaltet. Am Donnerstagabend besuchten wir eine der modernsten und größten Druckereibetriebe und der Freitag stand unter dem Motto „Erlebnis Luftfahrt“ mit einer Rundfahrt durch den Frankfurter Flughafen und einer Besichtigung des Towers.

Den krönenden Abschluss – um den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten – bildete schließlich die Preisverleihung, bei Livemusik und mit anschließendem Buffet. Die Abizeitung des Reclams „Abitur 2015“ erlangte am Ende den 3. Platz, von über 200 Werken, die am Wettbewerb teilgenommen hatten.

Zurück bleibt, ein Gefühl der Dankbarkeit. Dankbarkeit, dass die schlaflosen Nächte der Redaktionssitzungen nicht nur in einem grandiosen Produkt honoriert wurden, sondern auch noch einmal Anerkennung bei Journalisten und anderen Jurymitgliedern fanden.

Juliane Friedrich