MEP 2014 in Berlin

MEP - bei diesem Wort denken wir an eine wirklich schöne Zeit voller spannender, interessanter aber genauso auch lustiger Momente.

Eine Woche mit kurzen Nächte, in denen wir Reden schrieben, debattierten und diskutierten. Bereitwillig blieb man auch bis 3 Uhr nachts auf, um seiner Angriffsrede den letzten Schliff zu verpassen.

Eine Woche, in der sich Mädchen und Jungen gleichermaßen abends über schmerzende Füße beklagten und erstaunte Blicke über den ungewöhnlichen Kleidungsstil von uns Jugendlichen keine Seltenheit waren. Zwar waren viele froh, nach dieser Woche Schlips und Bluse beiseite legen zu dürfen, allerdings war auch das ein Kriterium, welches diese 5 Tage so besonders machte. Man ging nicht in Schlabberhose und Turnschuhen in die Schule, sondern in Anzug und auf Stöckelschuhen in den Bundesrat. Das war schon ein besonderes Gefühl, das erste Mal in diesen heiligen Hallen zu stehen, das erste Mal vor so vielen Leuten zu sprechen. Aber es war ja schließlich für alle neu. Zwar hatten einige schon durch zum Beispiel schulinterne MEPs Erfahrungen sammeln dürfen, aber dort war es trotzdem noch mal etwas ganz anderes.

Als wir am Ankunftstag bereits in die Ausschüsse eingeteilt wurden, lernten wir diejenigen kennen, mit denen wir den größten Teil der kommenden Tage verbringen sollten, um gemeinsam eine Resolution zu dem jeweiligen Thema zu erarbeiten. 17 zunächst unbekannte Gesichter! Aber schnell wurde klar, dass die meisten auch neben dem MEP noch gemeinsame Interessen hatten.

So entstanden in dieser Woche nicht nur acht Resolutionen und diverse Reden sondern auch Freundschaften, die trotz großer Entfernung über das MEP hinweg hielten und hoffentlich weiter halten werden. Während und nach dieser Woche wurde sich eifrig für kommende Veranstaltungen wie ELMUN oder SPUN verabredetum sich sobald wie möglich wieder zu sehen.

Wieder in Leipzig mussten wir uns erstmal an den Gedanken gewöhnen, dass das MEP damit zunächst einmal vorbei war. Von jetzt auf gleich hieß es wieder: Unterricht, Tests, Hausaufgaben etc. Dabei hatten wir uns doch gerade erst an das aufregende Leben als Politiker gewöhnt!

Dass dieses Leben durchaus seine Reize hat und Politik alles andere als langweilig ist, galt es dann auch denen zu erklären, die nicht mit nach Berlin gefahren waren und sich auch nicht hätten vorstellen können, dass Tag und Nacht über Politik reden tatsächlich Spaß macht.

Wahrscheinlich ist es aber auch genau das, was MEP so besonders macht! Man redet nicht nur über Politik, man macht Politik. Dass die fertigen Resolutionen in der wirklichen EU wahrscheinlich nicht durchgesetzt werden, ist zwar schade, macht in dem Moment aber keinen großen Unterschied.

EU, dieser Begriff kommt einem beim MEP viel näher und man begreift, dass Probleme der EU nicht Problem der anderen sind, es sind deine eigenen!

Wir, die Delegation aus Leipzig, danken allen, die uns diese wunderbare und unvergessliche Zeit ermöglicht haben!