Das Reclam Gymnasium als Europaschule in Sachsen rezertifiziert

Seit dem 11.09.2017 darf sich unser Gymnasium
dauerhaft "Europaschule in Sachsen"
nennen. Der Titel wurde der Schule 2012 durch das Sächsische Kultusminsterium für fünf Jahre verliehen. Nun bestätigte die Sächsische Bildungsagentur, Regionalstelle Leipzig dessen Rezertifizierung. 

Das Reclam Gymnasium als Europaschule in Sachsen

Das Anton-Philipp Reclam Gymnasium ist seit dem 25. Juni 2012 Europaschule in Sachsen. Es steht zurzeit mit neun Partnerschulen aus aller Welt in Kontakt.

Was ist eine Europaschule?

Europaschulen sind Schulen mit einer europaorientierten interkulturellen Ausrichtung, die die gemeinsame europäische Zusammenarbeit und den Austausch durch vielfältige schulische Projekte und Maßnahmen fördern.

Europaschulen bereiten ihre Schüler in besonderer Weise auf ein zukünftiges Berufs- und Studienleben in Europa vor. Sie fördern europaorientierte, sprachliche und interkulturelle Kompetenzen durch Wissensvermittlung, Begegnung und Dialog mit Menschen anderer Länder und Kulturen. Das Gütesiegel ist temporär beschränkt und gilt für 5 Jahre. Danach kann sich die Schule neu bewerben. Weitere Informationen über das Thema 'Europaschule in Sachsen' sind unter folgendem Link zu finden: http://www3.sn.schule.de/smkeurosch/

Eine Europaschule steht für:

Integration europäischer Themen in den Schulalltag

      - Einbeziehung in den Lehrplan

      - außerunterrichtliche Veranstaltungen zu europarelevanten Themen

Sprachenlernen und Förderung von Begabungen

      - Sprachangebote mit Ausrichtung an verschiedenen Sprachräumen

      - Interesse an Sprachen fördern

      - Vorbereitungen auf internationale Sprachzertifikate

      - Teilnahme an Wettbewerben

Projektorientierte Partnerschaften mit Schulen/Einrichtungen in Partnerländern

Einflussnahme in der Region

      - Öffentlichkeits - und Medienarbeit zur Verbreitung des Europagedankens in der Region

      - Mitarbeit der Schule in schulischen Netzwerken

Im Zusammenhang mit dem Siegel "Europaschule in Sachsen" standen und stehen die verschiedensten Aktivitäten. Beispiele sind u.a. die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an einer Informationsreise nach Brüssel, an einem trinationalen Treffen von Jugendlichen aus Polen, Tschechien und Sachsen im Sächsischen Landtag und viele mehr. Wir berichten hier in loser Folge davon.

Informationsreise nach Brüssel

Vom 6. bis 9. November 2012 waren wir als Vertreter unserer Europaschule gemeinsam mit 25 Schülern anderer Europaschulen Sachsens auf einer Informationsreise in Brüssel.

Nach dem Start am Dresdner Justizministerium folgte eine 10 Stunden lange Busfahrt in unser Quartier, eine Jugendherberge im Zentrum Brüssels.

Am nächsten Tag waren wir zuerst im Sächsischen Verbindungsbüro. Dort wurde uns vom sächsischen Vertreter erklärt, worin seine Arbeit besteht. Später haben wir uns im Europaparlament getroffen und uns einen sehr interessanten Vortrag von Hermann Winkler über Aufbau und Funktion des Europaparlaments angehört. Am Nachmittag waren wir zu einem Empfang in die Residenz des deutschen Botschafters im Königreich Belgien eingeladen; wir hatten die Gelegenheit, ihm viele Fragen über seine Arbeit und seine Person zu stellen. Anschließend machten wir noch eine kleine Stadtrundfahrt mit dem Bus und gingen zum Abendbrot in eine Pizzeria.

Am folgenden Tag gingen wir zuerst in den Ausschuss der Regionen. Dies stellt eine Vertretung aller Regionen Europas dar, damit nicht nur die Nationalstaaten präsent sind. Dort haben wir uns einen Vortrag über die verschiedenen Arbeitsmöglichkeiten in der Vertretung angehört. Als besonderes Erlebnis hatten wir einen Besuch des Hauptquartiers der NATO. Dort wurde auf höchste Sicherheit geachtet, sogar die Handys durften nicht nur ausgemacht werden, sondern gar nicht erst hinein genommen werden. Der Vortrag bei der NATO befasste sich mit ihren Aufgaben und der Arbeit in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Zum Schluss unseres Aufenthaltes waren wir noch im Büro der sächsischen Kommunen, die auch in Brüssel eine Vertretung haben. Am Abend waren wir noch in einem schönen Restaurant essen. Zum Glück gab es trotz des vollen Programms noch genügend Zeit um einige Sehenswürdigkeiten Brüssels z.B. das weltbekannte Atomium zu besuchen.

Am Heimfahrttag verabschiedeten wir uns von der schönen Stadt Brüssel und waren nach 7-stündiger Fahrt wieder zu Hause angekommen. Diese Fahrt war für uns trotz aller Anstrengung sehr interessant und vor allem sehr lehrreich.

Anastasia Süßkind (10.2) & Silvia-Maria Dörre (10.1-AbiBac)