Bericht über das Projekt „Selbstbestimmung durch Bildung –Bildungshilfe für Frauen und Mädchen der Mafa in Nordkamerun“ für das Jahr 2016

Das Jahr 2016 ist für das Projekt äußerst erfolgreich verlaufen. Wir freuen uns besonders darüber:

Die erste Schülerin aus den Bergen hat das Abitur bestanden!


Im Schuljahr 2015-16 wurden 11 Grundschülerinnen und 11 Gymnasiastinnen aus den Bergdörfern M’lay, Huva und Ldama gefördert, die von unserem Partnerverein AAFMHL betreut werden. Des Weiteren wurden 4 Grundschülerinnen, 3 Gymnasiastinnen und 2 Schülerinnen einer Berufsfachschule aus dem Dorf Guzda von PatInnen unterstützt.

Während des letzten Schuljahres konnte außerdem mit Mitteln der DAFRIG ein neuer Klassenraum für die Grundschule in M’lay gebaut werden, der einen bis dahin in Gebrauch befindlichen provisorischen Bau aus einer halbhohen Trockensteinmauer mit einem Hirsestrohhangar ersetzt. Die Schülerinnen sind nun besser vor Wind, Sonne und Regen geschützt.

Im laufenden Schuljahr gehören 15 Grundschülerinnen und 16 Gymnasiastinnen dem Programm der AAFMHL an sowie eine Universitätsstudentin. Von Patinnen direkt unterstützt werden weiterhin 4 Grund-schülerinnen und 1 Schülerin an der Berufsfachschule.

Die Unterstützung besteht darin, dass für die Mädchen die Schulgebühren bezahlt werden, sie bekommen einen Ranzen, Schulbücher, Hefte, Stifte, die in den weiterführenden Schulen erforderliche Schuluniform, Sportkleidung und Petroleum, damit sie auch nach Sonnenuntergang für die Schule arbeiten können, sowie die wichtigsten Hygieneartikel. Vier der Mädchen, die sich keine medizinische Behandlung hätten leisten können, bekamen eine Malariabehandlung aus Projektmitteln.

Wie der Erfolg unserer Bemühungen zu bewerten ist, ist am besten den Berichten der Stipendiatinnen zu entnehmen. Wer weiter lesen möchte: http://dafrig.de/projektbericht-kamerun-2016/

Dr. Godula Kosack

Vorstand Deutsch-Afrikanische Gesellschaft (DAFRIG Leipzig e.V.)

Bildungshilfe für Frauen und Mädchen der Mafa in Nordkamerun

An unserer Schule gibt es schon seit längerem eine Gambia-AG. Im Dezember letzten Jahres wurde das „Nachfolgeprojekt“ ins Leben gerufen: In Zusammenarbeit mit der DAFRIG (Deutsch-Afrikanische Gesellschaft) widmen wir uns nun den Mafa in Nordkamerun.

In der 7. Klasse haben wir (die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8.4) im Zusammenhang mit dem Thema „Afrika“ im Geografieunterricht mehrere Male die DAFRIG besucht. Unser Gesprächsthema war vor allem Kamerun.Also haben ich und ein paar andere Schülerinnen aus meiner Klasse nicht lange nachgedacht, als wir vom „Gründungstreffen“ des Kamerun-Projekts hörten: Nichts wie hin!

Zum ersten Treffen im Dezember 2011 finden sich Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der DAFRIG zusammen. Frau Prof. Kosack, die ich aus den Kamerun-Gesprächsstunden der 7. Klasse wiedererkenne, wird uns kurz vorgestellt. Sie war schon oft in Kamerun und erzählt und zeigt uns viel über die Mafa, ein Volk im Mandara-Gebirge in Nordkamerun. Wie so häufig in Afrika müssen auch sie mit sehr schlechten Lebensbedingungen klarkommen: Armut, schlecht hygienische Umstände und die Ausbildung der Kinder sind nur ein paar Probleme, gegen die die Mafa kämpfen müssen. Lezteres ist jedoch besonders wichtig für unser Projekt: Obwohl es in Kamerun eine Schulpflicht gibt, können nur wenige Kinder und Jugendliche die Schule besuchen. Besonders Mädchen sind betroffen, da bei den Mafa Frauen und Mädchen oft stark benachteiligt sind. Wir wollen ihnen helfen und so gründet sich das Projekt „Bildungshilfe für Frauen und Mädchen der Mafa in Nordkamerun“.

Das alles liegt nun schon eine Weile zurück. Begonnen haben wir die Projektarbeit mit einer Brieffreundschaft. Es geht darum, Lebensverhältnisse und Lebensarten einander zu erklären und einen besseren Eindruck von der jeweils anderen Kultur zu bekommen. Nach den Osterferien erwarten uns nun die Antworten der Mafaschülerinnen und -schüler aus Afrika – Und dann legen wir richtig los!

Emma Lose 8.4