Zehn Gymnasiasten vom Leipziger Reclamgymnasium und genauso viele Schüler aus Herzeliya/Israel war gestern zu Besuch beim Leistungskurs Englisch 11 im Sorbischen Gymnasium Bautzen um viele Informationen über das typische Leben der Sorben zu erhalten.

Wann tragt ihr eure Nationaltracht, habt ihr eigene Medien, ein eigenes Theater? Wie sieht es mit eurer Musik aus und wollt ihr in sorbischer Tracht heiraten?

Dies waren einige Fragen, die die Gäste aus Leipzig und Herzeliya stellten und auf die acht sorbische Schüler antworteten.

Die jungen Sorben wollten wissen, welcher Identität/Nationalität sich die israelischen Schüler zugehörig fühlen und  welche Sprachen sie lernen.

Diese Begegnung dient nicht nur der sprachlichen Vervollständigung der englischen Sprache, sondern unsere Schüler können so auch ihr Wissen über andere Kulturen und Nationalitäten erweitern, sagte die Englischlehrein Andrea Bär.

Die Bildungsstätten in Leipzig und Israel  pflegen den Schüleraustausch seit 3 Jahren.

Den Bezug zur Lausitz stellte die Leipziger Lehrein, selbst Sorbin und stammend aus Panschwitz – Kuckau, her.

Wir beschäftigen uns in diesem Jahr mit dem Thema „Minderheiten in beiden Ländern“, sagte sie.

Bei der Exkursion nach Bautzen legten sie den Schwerpunkt auf die Frage: „ Hat das kleine sorbische Volk noch eine Perspektive?“

Betreffs der Minderheiten, sind die Sorben für uns zweifelsohne  am interessantesten. Förtsch hob hervor, dass Deutschland für die jungen Israelis sehr groß ist und motivierte die jungen Sorben, sich nach einer ähnlichen Partnerschaft umzuschauen.